DFL fordert Neuordnung des Schiedsrichterwesens

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert

"Wir brauchen einen strukturellen Neuanfang im Schiedsrichterwesen", sagte DFL-Präsident Reinhard Rauball aus Dortmund, nachdem sein Präsidium am Dienstag stundenlang über die Irritationen, die die Handhabe des Videobeweis verursacht hatte, diskutiert hatte.

Angesichts der wirtschaftlichen Dimensionen, in denen sich der Profi-Fußball mittlerweile bewege, erscheint es für die DFL daher unverzichtbar, dass der DFB schnellstmöglich eine eigenständige Organisation des Schiedsrichterwesens unter Beteiligung der DFL gründet.

"Nicht geklärte Zuständigkeiten und persönliche Auseinandersetzungen dürfen diesen sinnvollen Schritt nicht weiter beeinträchtigen", sagte Rauball. Das Schreiben der DFL ist ungewöhnlich, da eigentlich der DFB für Schiedsrichterangelegenheiten zuständig ist - und nicht die Liga.

Die Pressemitteilung umfasst zwei Seiten und kündigt nicht weniger als eine Revolution im deutschen Schiedsrichterwesen an: Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) fordert für die erste und zweite Bundesliga "mit Nachdruck" eine konsequente Neuordnung - "ohne Rücksicht auf Namen und Positionen", heißt es dort. "Die Pilotphase des Video-Assistenten hat schonungslos Probleme offengelegt, die es an einigen Stellen schon lange gibt und nun endlich behoben werden müssen".

Die zuletzt öffentlich gewordene "Kurskorrektur" des DFB in Bezug auf das Zusammenspiel zwischen Schiedsrichter und Video-Assistent ist für die DFL gegenstandslos, da sie nicht abgesprochen war. Auch angesichts der Summen, die derzeit im Profifußball bewegt werden, wäre es nicht nachvollziehbar, würde die DFL hier nicht ihren Beitrag leisten wollen.

Warnend beurteilte die DFL die Vorgänge der vergangenen Tage: "Ein komplexer Pilotversuch darf nicht von persönlichen Befindlichkeiten belastet werden, die Sache muss im Vordergrund stehen".

Dass die Liga den Videobeweis weiterhin für ein sinnvolles Instrument hält, betonte Rauball ausdrücklich: "Das DFL-Präsidium hält die Etablierung des Video-Assistenten weiterhin für zielführend, um offensichtliche Fehlentscheidungen zu reduzieren und den Wettbewerb ein Stück weit gerechter zu machen".

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