Kartellwächter erschweren Milliarden-Kauf von Time Warner durch AT&T

Der Verkauf von CNN würde die kartellrechtlichen Bedenken der Regierung nicht. Der Sender ist bei Präsident Trump äußerst unbeliebt.

Bei den Verhandlungen über die milliardenschwere Übernahme des US-Medienkonzerns Time Warner durch den Mobilfunkriesen AT&T rückt nun der Nachrichtensender CNN in den Fokus. Daraus ergebe sich, dass der Zeitpunkt für den Abschluss des Geschäfts "nun unsicher" sei.

"Es dreht sich alles um CNN", zitierte die "Financial Times" eine ihrer Quellen.

Washington - Die geplante Fusion des amerikanischen Telekommunikationsgiganten AT&T und des Medienkonzerns Time Warner (Warner Bros., HBO, CNN) steht vor weiteren Hürden. Demnach solle der Konzern sich entweder von Turner Broadcasting oder DirecTV trennen. Eigentlich sollte der Kauf bis Ende des laufenden Jahres über die Bühne gegangen sein.

Allerdings gibt es auch Spekulationen, dass die Forderung politisch motiviert sein könnte.

Exakt ein Jahr ist die historische Wahlnacht her: In einer sensationellen Wende auf den letzten Metern sicherte sich Donald Trump die US-Präsidentschaft. Immer wieder hat er ihn etwa auf Twitter kritisiert und als "Fake News" bezeichnet. Möglich ist auch, dass der Staatschef eine zu große Machtfülle für AT&T befürchtet - eine Kritik, die auch manche Verbraucherschützer vorbringen.

Die Unternehmen hatten die über 85 Milliarden Dollar teure Übernahme im Oktober 2016 angekündigt. Bisher habe AT&T sich noch nie zu den Gesprächen mit dem Justizministerium geäussert, doch nun sei es wichtig, in der Sache für Klarheit zu sorgen.

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