Sean Parker warnt vor sozialen Medien

Inzwischen verweigert sich Ex-Facebook-Präsident Sean Parker selbst den sozialen Netzwerken

Soziale Medien seien darauf ausgelegt, Schwächen der menschlichen Psyche auszunutzen, sagt der Ex-Facebook-Präsident, der mit dem Unternehmen reich geworden war. "Es ändert buchstäblich euren Umgang mit der Gesellschaft und untereinander" sagte Parker am Mittwoch auf einer Veranstaltung der US-Nachrichtenwebsite Axios in Philadelphia.

"Die Motivation bei der Entwicklung war: Wie können wir so viel Zeit und Aufmerksamkeit der Nutzer wie möglich bekommen?", führt er aus.

Das wiederum motiviere die Nutzer, ihrerseits mehr Inhalte und Reaktionen zu produzieren. "Gott allein weiß, was es mit den Gehirnen unserer Kinder macht".

Parker warnt vor allem vor negativen Folgen für Kinder: "Es stört wahrscheinlich auf komische Weise eure Produktivität".

Parker nennt Facebook eine "soziale Bestätigungsmaschine".

Die Erfinder des sozialen Netzwerks - Mark Zuckerberg, Kevin Systrom (Instagram) und er selbst - seien sich der negativen Konsequenzen bewusst gewesen. Parker selbstkritisch: "Und wir haben es trotzdem getan". Früher habe er Freunden, die Sozialen Medien skeptisch gegenüber standen gesagt "am Ende bekommen wir dich auch".

Sean Parker ist einer der prominentesten Investoren der Internetszene und hat Facebook 2004 bei seinem Start geholfen. Dass Facebook versucht, mit Emotionen seine Nutzer an das Netzwerk zu verbinden, ist kein Geheimnis. Wegen Kokainbesitzes musste er die Firma schließlich verlassen.

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