"Das ist ungenügend" - Schwesig kritisiert Parteichef Schulz

Die Sozialdemokraten hingegen sollten die Partei der Zuversicht sein.

Die stellvertretende Vorsitzende Manuela Schwesig wirft Schulz vor, bei seinen Reformplänen die Interessen von Frauen zu vernachlässigen und keine Angebote für Wählerinnen zu machen. "Das ist ungenügend", sagte Schwesig dem SPIEGEL. "Wir brauchen jetzt konkrete Maßnahmen, wie wir Frauen auf allen Ebenen der Partei stärker beteiligen und ihre Lebensrealitäten besser abbilden".

In einer Überarbeitung des Leitantrags für den nächsten Parteitag hat die Regierungschefin von Mecklenburg-Vorpommern an mehreren Stellen Änderungswünsche hinterlassen. Sie verlangt eine Stabsstelle für Gleichberechtigung im Willy-Brandt-Haus, "familienfreundliche Sitzungszeiten" und "Fortbildungen zum Thema Gender".

Die SPD steckt seit Wochen in einer Debatte über die künftige Ausrichtung der Partei.

Die SPD müsse aber an ihrem Kernthema arbeiten, der sozialen Gerechtigkeit.

Schwesig warb zudem dafür, sich unverkrampft für die Stärkung der Heimat einzusetzen: "Wir dürfen den Begriff Heimat nicht den Rechtspopulisten und den Rechtsextremisten überlassen", sagte sie den Funke-Zeitungen. "Es ist kein Widerspruch, europäisch und international zu denken und das Erntedankfest auf einem kleinen Dorf zu feiern".

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