Deutschland bei Gesundheitsausgaben weltweit Dritter

Gesundheitsausgaben und Lebenserwartung sind gestiegen

Das hat Konsequenzen für die Gesundheit, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) jetzt herausgefunden hat: Laut einer am Freitag vorgestellten Studie der Organisation zur Gesundheit der Bevölkerung und der medizinischen Versorgung in den Mitgliedsländern liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland nur knapp über dem Schnitt der OECD-Staaten. In Spanien und der Schweiz etwa werden die Menschen 83 Jahre alt.

Worauf ist die im EU-Vergleich eher kurze Lebenserwartung der Deutschen zurückzuführen?

Bei den wichtigsten Risikofaktoren schneidet die deutsche Bevölkerung schlecht ab: Mit elf Litern reinem Alkohol pro Jahr trinken die über 15-Jährigen hierzulande deutlich mehr. In Schweden, Griechenland oder Italien wird gut zweieinhalb Liter Alkohol weniger pro Jahr getrunken.

Deutschland liegt bei den Ausgaben für Gesundheit auf Rang drei. Als dritten Faktor haben die OECD-Experten die Fettleibigkeit ausgemacht. Fast jeder vierte Erwachsene (23,6) hierzulande ist fettleibig.

Der OECD-Durchschnitt liegt bei neun Prozent vom BIP.

Im Ländervergleich der OECD liegen die USA mit Gesundheitsausgaben in der Höhe von 17,2 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes (BIP) an der Spitze, gefolgt von der Schweiz mit 12,4 Prozent. In der Bundesrepublik müssten "sehr wenige Patienten" aus Kostengründen auf eine Behandlung verzichten, notiert die OECD. Die Quote von 8,1 Krankenhausbetten pro 1000 Einwohner liegt um 70 Prozent über dem Durchschnitt.

Nein, die OECD stellt ein durchwachsenes Zeugnis aus. Viel zu häufig würden Patienten ins Krankenhaus eingewiesen, obwohl auch ambulant behandelt werden könne, heißt es in dem Bericht, das gelte gerade für chronisch Kranke. Die Mandeln lassen sich in Deutschland nur vier von hundert Patienten ambulant entfernen, in Finnland gehen dafür nur vier von hundert Patienten ins Krankenhaus. In Deutschland geben allein die gesetzlichen Krankenversicherungen derzeit rund 230 Milliarden Euro im Jahr aus. Allerdings gibt es auch gute Noten.

Wer durch übermäßigen Tabak- oder Alkoholkonsum oder als Folge falscher Ernährung krank geworden ist, kann sich in Deutschland laut OECD aber auf ein funktionierendes System verlassen.

Vor welchen besonderen Herausforderungen steht das Gesundheitssystem? Das sind rund zehn Jahre mehr, als jene erwarten können, die 1970 zur Welt gekommen sind - aber es ist auch weniger als bei Gleichaltrigen aus 24 anderen OECD-Ländern. In Schweden und Norwegen stehen für diese Altersgruppe doppelt so viele professionelle Kräfte zur Verfügung.

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