Zweiter Jahrestag Frankreich gedenkt der Opfer der Pariser Anschläge

Macron und seine Frau Brigitte lassen Ballons steigen Bild AFP

Nuñez sagte anlässlich des zweiten Jahrestags der Pariser Terroranschläge am Montag, dass die Bedrohungslage für Frankreich hoch bleibe. Angehörige der Opfer und der frühere Präsident Hollande nahmen an der Gedenkveranstaltung teil.

Präsident Emmanuel Macron hat in Gedenken an die Anschläge in Paris einen Kranz niedergelegt.

Auch vor sechs Restaurants und Cafés und vor der Konzerthalle Bataclan wird an die Anschläge erinnert. Dabei sollten jeweils die Namen der Opfer vorgetragen werden.

Die für Frankreich beispiellosen Anschläge hatten das Land schwer erschüttert. Eliteeinheiten von Polizei und Armee gelang es schliesslich, die Konzerthalle aus der Hand der Geiselnehmer zu befreien. Die Musiker spielten zwei Lieder und warfen weiße Rosen in die Menge, die sich vor dem Rathaus des 11. Arrondissements versammelt hatte. Die Anschlagsserie begann mit dem Angriff eines Selbstmordattentäters auf das Stadion, in dem ein Fußballänderspiel zwischen Frankreich und Deutschland stattfand.

Frankreichs Inlandsgeheimdienst DGSI rechnet derzeit nicht mit einer massiven Rückkehr französischer Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach Europa. Stattdessen würden viele Kämpfer darauf warten, "nach Malaysia, Indonesien oder Afghanistan geschickt zu werden", sagte Behördenchef Laurent Nuñez der Zeitung "Le Figaro". Die Pariser Behörden gehen davon aus, dass sich noch 686 Männer und Frauen in den Kriegsgebieten in Syrien und im Irak aufhalten, die entweder Franzosen sind oder in der Vergangenheit in Frankreich gelebt haben. Nach Erkenntnissen der Ermittler gehörte er zu einem weit verzweigten Terrornetzwerk, das unter anderem auch für die Brüsseler Selbstmordanschläge mit 32 Toten im März 2016 verantwortlich war. Anfang des Monats war der in der Pariser Terrornacht verhängte Ausnahmezustand ausgelaufen. Die Opferorganisation Life for Paris ließ bunte Luftballons in den Himmel steigen, Menschen legten Blumen an den Anschlagsorten nieder. Der Sohn des ersten Anschlagstoten, Michaël Dias, kritisierte im Sender BFMTV die Abschaffung des von Hollande eingesetzten Generalsekretariats für Opferhilfe durch die Regierung. Er wurde vor zwei Wochen durch ein strengeres Anti-Terror-Gesetz ersetzt, das der Polizei größere Befugnisse im Umgang mit Terrorverdächtigen gibt.

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