Brandbrief: 15.000 Forscher richten eine Warnung an die Menschheit

Warnung an die Menschheit von 15’000 Forschern unterschrieben

Die im Fachjournal "BioScience" veröffentlichte Aufforderung zu konsequenterem Umweltschutz ist der zweite derartige gemeinsame Aufruf von Wissenschaftlern. Ein erster Appell wurde vor 25 Jahren veröffentlicht.

Deshalb hatten die Forscher neun drängende ökologische Problemfelder beschrieben, unter anderem den Klimawandel, die Waldabholzung und das Schwinden der Arten.

Bis 2100, so schätzen Experten, werden auf der Erde zwischen 9,6 und 12,3 Milliarden Menschen leben.

Die Forscher ziehen daraus eine düstere Bilanz: "Wir riskieren unsere Zukunft, indem wir unseren intensiven materiellen Konsum nicht reduzieren und das Bevölkerungswachstum nicht als Hauptgrund vieler Umwelt- und gar Gesellschaftsprobleme anerkennen".

Das achtköpfige Autorenteam greift für seine Übersicht auf Daten von nationalen Behörden, Organisationen und Forschern zurück.

In den letzten 25 Jahren ist die Menge des pro Kopf verfügbaren Trinkwassers um 26 Prozent gesunken.

Die Zahl sauerstoffarmer und verschmutzter "Todeszonen" in den Ozeanen hat um etwa 75 Prozent zugenommen. Seitdem hat sich nur wenig getan - "alarmierenderweise hat sich das meiste sogar verschlechtert", heißt es in dem Aufruf. Die Bestände zahlreicher Fischarten sind bedroht, unter anderem auch durch Überfischung. Darüber hinaus sind zwischen 1990 und 2015 mehr als 120 Millionen Hektar Wald abgeholzt worden, ein Gebiet etwa so groß wie Südafrika.

Das Tempo der Rodungen hat sich teilweise verlangsamt, nach wie vor sind zumeist tropische Länder betroffen.

Die Zahl der Säugetiere, Reptilien, Amphibien, Fische und Vögel ist weltweit um 29 Prozent gesunken. Das Jahresmittel der weltweiten Oberflächen-Temperaturen zeigt über die 25 Jahre ein Plus von 168 Prozent. Erneuerbare Energien seien beliebter geworden und die Geburtenrate sinke in Regionen, in denen Frauen und Mädchen ausgebildet werden. Zudem habe sich die Ozonschicht stabilisiert, da an vielen Orten auf schädliche Chemikalien verzichtet werde.

Für mehr Veränderungen brauche es eine breite Welle öffentlichen Drucks auf die Politik, sind die Autoren der Warnung überzeugt.

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