Neue Studie sagt: WoW lässt unser Gehirn schrumpfen!

World of Warcraft lässt laut einer Studie das Gehirn schrumpfen

Zur Überprüfung, wie sich Online-Spielen auf das Gehirn auswirkt, hat die Universität Ulm eine Studie mit 116 Teilnehmern durchgeführt.

Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass bereits eine Stunde tägliches Spielen zu einer Abnahme des Hirnvolumens im orbitofrontalen Kortex führt - mit negativen Auswirkungen auf Emotionsregulation und Entscheidungsfindung. In einer Studie haben Forscher der Uni Ulm um Professor Christian Montag untersucht, wie das Spielen die Hirnstruktur beeinflusst. Für ihre Längsschnittstudie mit 119 Teilnehmern bildeten die Forscher verschiedene Untersuchungsgruppen. Die Neueinsteiger wurden dann wiederum in zwei Gruppen aufgeteilt, wovon die ein Gruppe sechs Wochen lang jeden Tag mindestens eine Stunde World of Warcraft spielen sollte. Um mögliche Effekte auf die Hirnstruktur festzustellen, wurde zu Beginn und zum Ende ein Scan davon erstellt.

Die Ergebnisse zeigen, dass es während der sechs Wochen in der Gruppe der Spieler zu einer Abnahme der grauen Substanz im orbitofrontalen Kortex kam. Das ist der Teil des Gehirns, der für die Kontrolle von Emotionen und Entscheidungen zuständig ist. Für die Forscher deuten diese Erkenntnisse auf neuroplastische Prozesse hin. „Unser Gehirn hat die Fähigkeit, sich durch Lernprozesse zu verändern. So zeigten bereits frühere Studien, dass das Erlernen eines Musikinstrumentes Einfluss auf Hirnareale nimmt, in denen beispielsweise die Motorik der Hände gesteuert wird.

"Die beobachtete Reduktion könnte mit einer schlechteren Emotionsregulation und Entscheidungsfindung einhergehen", so der Forschungsverantwortliche Christian Montag. Eine aktuelle Studie hat nun anscheinend festgestellt, dass sie dein Gehirn schrumpfen lassen - und das innerhalb von sechs Wochen!

Bereits zu Studienbeginn wurde der orbitofrontale Kortex von Neulingen und Langzeit-Spielern verglichen. Zudem zeigte sich bei Langzeitspielern nicht nur ein geringeres Volumen der Hirnmasse, sondern auch höhere Suchttendenz. Die Wissenschaftler standen vor der Frage, ob dieses reduzierte Hirnvolumen im OFC eine Folge oder eine Voraussetzung für Computerspielabhängigkeit oder Internetsucht sind. „Außerdem wird dieses Fantasy-Spiel bei Kritikern als besonders relevant im Hinblick auf Computerspielsucht gehandelt.

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