IG Metall will Arbeitszeitverkürzung samt Lohnausgleich durchsetzen

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Die Gewerkschaft will den rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Branche in Deutschland mehr Freiräume verschaffen, um Arbeit und Privatleben unter einen Hut zu bringen.

Stefan Wolf, Chef von Südwestmetall Verhandlungsführer für die Arbeitgeberseite, hält den Wunsch der Gewerkschaft allerdings für indiskutabel. "Warum sollen Arbeitgeber plötzlich mehr Stunden bezahlen als die, die geleistet werden vom Arbeitnehmer?" Zudem sollen sie, und das dürfte der Knackpunkt werden, ihre Arbeitszeit vorübergehend von 35 auf bis zu 28 Stunden pro Woche absenken können - wobei bestimmte Gruppen dafür einen finanziellen Ausgleich von ihrem Arbeitgeber erhalten sollen, zum Beispiel wenn sie Schicht arbeiten, Kinder erziehen oder Angehörige pflegen.

Gesamtmetallpräsident Rainer Dulger hat der Forderung der IG Metall nach kürzeren Arbeitszeiten mit einem Teillohnausgleich aber schon eine klare Absage erteilt: "Kürzere Arbeitszeiten bei Lohnausgleich - das ist eine Stilllegeprämie für Fachkräfte, die zu einer flächendeckenden 28-Stunden-Woche führen würde".

Die Menschen wünschten sich mehr Flexibilität und Selbstbestimmung, doch viele könnten es sich finanziell nicht leisten, weniger zu arbeiten, argumentiert die IG Metall. "Deshalb brauchen wir für Menschen in besonderen Situationen einen teilweisen Ausgleich des fehlenden Verdiensts", sagte Südwest-Landeschef Roman Zitzelsberger.

"Hier ist dringend mehr Flexibilisierung notwendig, und zwar auch im Interesse der Arbeitnehmer!"

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sprach sich für Änderungen des Arbeitszeitgesetzes aus. Im Mittelpunkt steht ebenfalls die Forderung nach flexibleren Arbeitszeiten, allerdings in einem anderen Sinn als dem von der IG Metall geforderten. Der deutsche Arbeitnehmerschutz habe sich bewährt, sagte der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, der Welt am Sonntag.

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