Deutsche fühlen sich gesund und betreiben weniger Vorsorge

Gesundheitsmagazin – DAK-Studie: Weniger Angst vor Krebs und Demenz Engagement für die eigene Gesundheit

Gesundheitsmagazin - Angst vor Krebs: Krebs und Demenz verlieren für viele Menschen ihren Schrecken.

65 Prozent gaben in der Erhebung des Forsa-Instituts an, sie fürchteten sich vor einem bösartigen Tumor. Knapp jeder Zweite im Freistaat gehe zur Krebsvorsorge, das seien neun Prozent weniger als vor drei Jahren, berichtete die Krankenkasse DAK am Donnerstag auf Basis einer aktuellen Umfrage. Vier von zehn Befragten haben Angst vor Alzheimer und Demenz (minus sechs Prozentpunkte) sowie vor einem Schlaganfall (minus vier). Auch vor Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Diabetes geht die Angst zurück. Klingt erst mal positiv - doch die Ergebnisse einer Studie zeigen: Die Bevölkerung achtet weniger auf die eigene Gesundheit. Dennoch sank das Engagement, Sport zu treiben (minus eins), wenig Alkohol zu trinken (minus acht), sich richtig zu ernähren (minus sechs) oder nicht zu rauchen (minus drei).

Auffällig war im Vorjahr die Steigerung von psychischen Erkrankungen. Vor allem junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren (71 Prozent) und Erwachsene zwischen 30 und 44 Jahren (77 Prozent) haben Krebsangst. 2010 war es noch jeder Zweite. Angst vor einer Geschlechtskrankheit wie Aids äußerten nur noch 9 Prozent (2010: 14 Prozent). 36 Prozent in dieser Altersgruppe fürchten, an Burn-out, Depressionen oder anderen Seelenleiden zu erkranken.

Vor psychischen Erkrankungen fürchten sich besonders Jüngere zwischen 14 und 29 Jahren. Eine ähnliche Tendenz zeigte sich bei der Frage nach der Furcht vor einer psychischen Erkrankung, einem schweren Lungenleiden oder Diabetes. Die über 60-Jährigen haben jedoch vergleichsweise selten Angst vor einem Seelenleiden (15 Prozent). Über alle Altersgruppen hinweg fürchten sich 17 Prozent vor der sogenannten Zuckerkrankheit. Lediglich etwas mehr als jeder Dritte (37 Prozent) nutzt derzeit den Gesundheits-Check gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (2010: 44 Prozent). Auch regelmäßige sportliche Aktivitäten und gesunde Ernährung sind zurückgegangen (2017: 76 und 71 Prozent vs. 2010: 80 und 77 Prozent). Im Jahr 2010 lag der Anteil noch bei 60 Prozent. Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) betonte auf NRZ-Anfrage: "Die Bekämpfung von Krebs ist und bleibt eine gesundheitspolitische Herausforderung". Vor allem Männer scheuen den Gang zur kostenlosen Vorsorge: "Gerade Männer kümmern sich lieber um den Zustand ihres Autos als um die eigene Gesundheit", sagte Elisabeth Thomas, die verantwortliche Ärztin der DAK. Insgesamt fühlen sich die Deutschen gesund: 88 Prozent schätzen ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut ein.

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