Mainzer Aufsichtsrat entlastet Ex-Präsident Strutz

Johannes Kaluza und Harald Strutz

Der Aufsichtsrat von Mainz 05 setzte die Aufwandsentschädigung für den ehrenamtlichen Vereinsvorsitzenden Kaluza auf monatlich 3.000 Euro fest.

Das sind auch deutliche Worte gegen Kaluza selbst, der auf der Mitgliederversammlung in seiner Rede öffentlich nicht nur eben jenen Verdienstausfall, sondern auch Spesen und einen Dienstwagen gefordert hatte.

Nach der turbulenten Mitgliederversammlung blieben einige Fragen offen beim 1. FSV Mainz 05 - nun sind sie beantwortet: Der Aufsichtsrat entlastete mit Verspätung den Alt-Vorstand um Ex-Präsident Harald Strutz und gab bekannt, was Präsident Johannes Kaluza künftig kassiert. Kaluza habe allerdings Anspruch auf Erstattung der infolge seiner Tätigkeit verursachten Aufwendungen. Nach einem Jahr werde geprüft, "ob entsprechend der Aufwendungen eine Korrektur notwendig" sei. Die Konsequenz: "Nachdem wir in den letzten Tagen über alle offenen Fragen mit dem Alt-Vorstand Einvernehmen erzielt haben, haben wir heute die Entlastung ausgesprochen".

In seinem Treffen am Dienstag entlastete der Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten außerdem den Alt-Vorstand des Vereins unter dem langjährigen Präsidenten Harald Strutz. Dabei hatte der von den Ultras unterstützte 63-Jährige kurz vorher noch erklärt, nach Verkauf seiner Firma finanziell unabhängig zu sein und sein Amt "ohne finanzielle Interessen" anzustreben. Dies hatte der Aufsichtsrat im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung am 30. Oktober noch verwehrt, wie es hieß, aus formalen Gründen wegen vorliegender Strafanzeigen. "Wir haben großen Respekt vor der Leistung unserer ehemaligen Vorstandsmitglieder, die über viele Jahre unseren Verein geprägt haben".

Mit der Besetzung der über einen Headhunter ausgeschriebenen Position des Finanz- und Organisationsvorstands rechnet der Rat binnen eines Monats. "Wir haben uns 37 Profile von infrage kommenden Personen angeschaut". Der Aufsichtsrat hatte dafür eigens eine Agentur beauftragt, inzwischen seien 15 "vertiefende Einzelinterviews" geführt worden. Demnächst stelle sich "ein kleiner Kreis dem Personalausschuss des Aufsichtsrats vor. Wir glauben, dass wir in rund vier Wochen eine Entscheidung treffen und den neuen Vorstand der Öffentlichkeit vorstellen können". "Der Charakter muss stimmen und er muss zu Mainz 05 passen", hatte Sportchef Rouven Schröder vorsorglich schon in der "Frankfurter Rundschau" klargestellt, "sonst hat er keine Chance".

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