Chinas U20-Fahnen-Eklat: FSV Frankfurt lehnt Einschränkungen der freien Meinungsäußerung ab

Ronny Zimmermann weist Kritik an Chinas U20 in der Regionalliga zurück

Die Fußballvereine lehnen aber jegliche Einschränkung der Meinungsfreiheit ab. Das Vorhaben in der deutschen Fußballprovinz hatte für Kritik gesorgt.

Der Eklat über den Protest von Tibet-Aktivisten zum Auftakt der Gastspielreise der chinesischen U20-Auswahl in Deutschland sorgt jetzt auch für diplomatische Verstimmung.

Die Antwort aus Peking kam prompt. "Wir sind entschieden gegen jedes Land oder jedes Individuum, das separatistischen, anti-chinesischen und terroristischen Aktivitäten oder Aktivitäten zur Verteidigung der Unabhängigkeit Tibets in irgendeiner Form oder unter irgendeinem Vorwand Unterstützung anbietet", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lu Kang.

"Gegenseitiger Respekt ist der richtige Weg, um seine Gäste zu behandeln", hatte der Sprecher mitgeteilt. Von Sebastian Fischer mehr.

Er verurteilte die Aktion, bei der Aktivisten der Tibet-Initiative Stuttgart am Samstag in der ersten Halbzeit einige Tibet-Fahnen ausgerollt hatten, um auf das Schicksal der Tibeter aufmerksam zu machen. Chinas Nachwuchskicker hatten daraufhin den Platz verlassen. "Wir weichen keinen Zentimeter von den Grundrechten unserer Demokratie ab, zu denen auch die Meinungsfreiheit gehört", sagte FSV-Präsident Michael Görner der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstag).Chinas U20-Fußballer bestreiten im Rahmen einer Kooperation mit dem Deutschen Fußball-Bund Testpartien gegen Regionalliga-Teams, die dafür 15 000 Euro erhalten. Die Partie wurde nach einer Pause fortgesetzt. Das chinesische Außenministerium forderte von Deutschland mehr Respekt für die chinesischen Besucher.

"Der DFB muss sich mit den Chinesen an einen Tisch setzen und reden, es muss eine einvernehmliche Lösung gefunden werden".

Geplante Aktionen will auch der FSV nicht verbieten. So sagte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann: "Wir leben in Deutschland, da gelten bestimmte Gesetze, und dazu gehört die Meinungsfreiheit".

"Wenn die Chinesen ein Problem damit haben, müssen sie sich überlegen, ob sie überhaupt noch weitere Freundschaftsspiele in unserem Land bestreiten wollen", sagte Görner an und versprach: "Wir werden gute Gastgeber sein".

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