Ex-Manager hatte Einfluss aufs Drehbuch | WDR wirft Middelhoff-Doku aus Programm

Der frühere Vorstandsvorsitzende der Arcandor AG Thomas Middelhoff

Weil die Produzenten Middelhoff Mitspracherecht gewährten, wird der Film nicht gezeigt. Thomas Middelhoff - Aufstieg und Fall eines Top-Managers.

Der für den späten Donnerstag Abend geplante Film "Menschen hautnah: "Thomas Middelhoff - Absturz eines Topmanagers" wird aus dem Programm genommen". Anlass sei "eine bestehende vertragliche Vereinbarung zwischen Thomas Middelhoff und dem Produzenten". Konkret räumte diese Vereinbarung Middelhoff das Recht auf Mitsprache beim Drehbuch ein. Zudem durfte er den Film vor der Ausstrahlung sehen.

Die Redaktion des WDR möchte so eine Vereinbarung nicht hinnehmen, da sie "den journalistischen Grundregeln des öffentlich-rechtlichen Rundfunks" widerspricht und für den Sender "nicht akzeptabel" ist. Der Sender hat den Film nach Angaben eines Sprechers aber ebenfalls aus dem Programm gestrichen. Middelhoff, der den Konzern wenige Monate zuvor verlassen hatte, wurde 2014 wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Die Filmemacher hatten den Ex-Manager offenbar bei seiner Arbeit in einer Behinderteneinrichtung begleitet, die er als Freigänger der Justizvollzugsanstalt Bielefeld absolvierte. Neben Middelhoff selbst kommen in Interviews ehemalige Kollegen aus seiner Zeit als Top-Manager ebenso zu Wort wie seine Mutter und Middelhoffs ehemalige Sekretärin. Im Mai 2016 trat Middelhoff seine Haft im offenen Vollzug an und wurde am 16. November 2017 vorzeitig entlassen.

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