Etwa 3100 HIV-Neuinfektionen

640 Menschen haben sich 2016 in NRW mit HIV angesteckt

Im vergangenen Jahr haben sich rund 3100 Menschen in Deutschland neu mit HIV infiziert.

Anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember 2017 hat das Robert Koch-Institut neue Zahlen zum HIV/AIDS-Geschehen in Deutschland veröffentlicht. Insgesamt leben in Deutschland damit rund 88.400 Menschen mit HIV oder Aids. Rund 460 Menschen starben im vergangenen Jahr mit oder an HIV.

Als "gute Nachtricht" wertete RKI-Präsident Lothar Wieler vor allem die sinkende Zahl der Neuinfektionen bei homosexuellen Männern. Bei homosexuellen Männern sinkt die Zahl der Neuinfizierten seit einigen Jahren - von 2500 im Jahr 2013 auf 2.100 im vergangenen Jahr.

Gestiegen ist die Zahl der Neuinfektionen aber bei den heterosexuellen Menschen - seit 2010 hat sich die Zahl fast verdoppelt auf aktuell 750 Fälle. "Dazu gehört auch, über die Krankheit zu informieren und so Ängste und Unsicherheiten im Umgang mit HIV-infizierten Menschen abzubauen, damit ein vorurteilsloses Zusammenleben zur Selbstverständlichkeit wird". Auch bei Drogengebrauchern sehen wir einen Anstieg seit 2010 auf etwa 240 Neuinfektionen in 2016. Dabei ist ein großes Problem, dass sich viele der Infektion gar nicht bewusst sind. 2006 waren dies nur 11.300. Geschätzte 12 700 der Menschen mit HIV wissen laut RKI nicht, dass sie infiziert sind. "Die hohe Zahl von nicht diagnostizierten Menschen mit HIV zu senken, ist ein wichtiges Ziel", erklärte Wieler. Das führt nicht nur zu erhöhten Behandlungskosten, sondern erhöht auch das Sterberisiko. Die Betroffenen leiden oft an Aids-Symptomen wie zum Beispiel Lungenentzündungen durch Pilze. Zudem kann das Virus unwissentlich weiter übertragen werden.

Die Bundesländer mit den meisten HIV-Neuinfektionen sind Nordrhein-Westfalen (640), Bayern (390), Berlin (380) und Baden-Württemberg (300).

Die Zahlen zeigen, dass wir mit unserer erfolgreichen Präventionsarbeit und den guten Behandlungsangeboten auf dem richtigen Weg sind. Bei einem positiven Test sollten sich die Menschen möglichst schnell behandeln lassen - das verhindere auch weitere Infektionen.

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