Stadt München beerdigt Limux-Projekt

Stadt München beerdigt Limux-Projekt

Die Münchner Stadtverwaltung will sich demnächst vom kostenlosen Linux trennen und ein einheitliches IT-Umfeld auf Windows-10-Basis einrichten. Begünstigt wurde die spätere Entscheidung gegen LiMux schließlich durch den Umzug von Microsoft aus dem Umland in die Stadt München im September 2016 - in Schwabing errichtete der Softwarekonzern seine neue Deutschland-Zentrale. Die ursprünglich geheimgehaltenen Kosten für die Umstellung und Modernisierung der städtischen IT, die auf Initiative der Grünen zumindest teilweise öffentlich wurden, belaufen sich auf insgesamt 86 Millionen Euro. Während der Stadtrat den Umstieg damals noch ablehnte, ist das Ende von LiMux nun besiegelt.

Die Stadt München schätzt, dass die Rückkehr von Linux auf Windows 49,3 Millionen Euro kosten wird. Den größten Posten mit 29,9 Millionen Euro machen dabei Lizenzen für Windows 10, Office sowie der Aufbau eines "Identity Management im Rahmen des einheitlichen Verwaltungsnetzes sowie der Erweiterung der Virtualisierungsumgebung" aus. Die Ermittlung von Anforderungen, Tests, Schulungen und die Abnahme des einheitlichen Arbeitsplatzes sollen weitere 3,1 Millionen Euro verschlingen. Im Zuge der Umstellung sollen die Windows-Clients komplett neu aufgebaut werden. Die Stadt migrierte zudem auf freie Software wie Libreoffice. Während einer Übergangsphase haben die Mitarbeiter dann Zugriff auf den Windows- sowie den LiMux-Client. Diese müssten in den nächsten sechs Jahren ebenfalls auf Microsoft Office umgestellt werden.

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Das Ende von LiMux wurde Anfang November durch einen Ausschuss des Stadrates beschlossen. Mindestens zwei Jahre kalkulieren die Planer für erforderliche Anpassungen und die Umstellung der LiMux-Arbeitsplätze ein, sodass die Migration frühestens 2022 abzuschließen ist.

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