Niki-Übernahme droht kurzfristig zu platzen

Luftfahrt- Niki Lauda weiter
zu Übernahme bereit

Lufthansa-Chef Carsten Spohr ist heute bei Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, um über das Thema zu sprechen.

"Wir sind gesprächsbereit. Die sich abzeichnende Entscheidung in Brüssel kommt mir gelegen", sagte Lauda, der die Airline einst gegründet hatte, dem "Handelsblatt" in Wien. In der Vergangenheit hat die EU-Kommission allerdings vergleichbare große Fälle wie etwa die Fusion der Biergiganten Anheuser Busch und SABMiller nach Zusagen auch schon in der ersten Phase durchgewunken.

Die Kranich-Airline kann noch bis Donnerstag Zugeständnisse einreichen, um kartellrechtliche Zweifel auszuräumen. Heute kam aus Brüssel die - ebenfalls nicht offiziell bestätigte - Nachricht, die EU-Kommission könnte die Übernahme von Niki untersagen. Die Lufthansa lehnte einen Kommentar ab.

Auch der "Spiegel" berichtet, dass die Warnungen der Lufthansa-Rivalen bei den EU-Wettbewerbsbehörden auf offene Ohren stoßen.

Thomas Cook hat bereits bekundet, dass der Konzern gerne Start- und Landerechte der Lufthansa zu attraktiven Uhrzeiten übernehmen würde, sofern der Marktführer diese als Auflage im Zuge der Air-Berlin-Übernahme abgeben müsste. Die Lufthansa will mit den Teilgesellschaften LG Walter und Niki für 210 Mio. Die Brüsseler Behörde muss dem noch zustimmen. Noch im Dezember rechne man mit einer Entscheidung, hieß es damals.

Für Niki drängt die Zeit, da Lufthansa - ebenfalls über "Insider" und nicht offiziell - wissen hat lassen, dass sie ihre aktuelle Zwischenfinanzierung von der bisher nicht insolventen Niki wohl einstellen werde, falls die EU-Kommission eine vertiefte Prüfung des Air-Berlin-Deals plane. So eine Untersuchung würde 90 Werktage dauern - dann wäre Niki wohl ebenfalls pleite.

"Niki müsste sehr, sehr kurzfristig gegroundet werden. Sehr viele Passagiere wären irgendwo gestrandet", sagte eine andere Person, die mit der Situation vertraut ist. Denn es bleibe wenig Zeit und die Dinge seien sehr komplex. "Ein weißer Ritter müsste sofort mehrere Millionen reinbuttern als Zwischenfinanzierung, bevor man überhaupt in Verhandlungen tritt".

Sollte die Lufthansa nicht wie geplant Niki bekommen und damit auch knapp 1000 Beschäftigte, stünden diese vorm Jobverlust. Air Berlin äußerte sich nicht und verwies auf das laufende Verfahren der EU-Kommission.

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