Potsdam Hinter Paketbombe steckt Millionenerpressung gegen DHL

Polizei bei Bombenalarm Potsdam

Am Freitagnachmittag hatten Mitarbeiter einer Apotheke in der Potsdamer Innenstadt die Polizei über ein verdächtiges Paket informiert. Doch die Drohung richtet sich nicht gegen die Stadt oder die Menschen: Den Behörden zufolge erpressen der oder die Täter den Paketzusteller DHL - und nehmen Menschenleben in Kauf.

Das verdächtige Paket am Potsdamer Weihnachtsmarkt geht auf eine Erpressung des Paketdienstes DHL zurück. Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD), der brandenburgische Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke und der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Potsdam, Heinrich Junker, hatten am Sonntagnachmittag bei einer Pressekonferenz über neue Erkenntnisse in dem Fall berichtet. Damit sei klar, dass die Bedrohung mit an "Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" nicht dem Weihnachtsmarkt in der Innenstadt der brandenburgischen Landeshauptstadt gegolten habe.

Der Bombenattrappe lag ein Erpresserbrief bei. Die Nachricht sei als so genannter QR-Code im Internet verschlüsselt, aber eindeutig rekonstruiert worden, erklärte Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke. Dieses habe eine mittlere Länge gehabt. Der Täter soll den Behörden zufolge aus dem Raum Berlin-Brandenburg stammen. Nähere Angaben wollten die Ermittler nicht machen. Dies sei sogar "eher wahrscheinlich". Diese Tat sei besonders verwerflich.

Am 01.12.2017 war ein verdächtiges Paket bei einem Apotheker abgegeben worden, der am Potsdamer Weihnachtsmarkt sein Geschäft hat. Erste Hinweise, das etwas nicht in Ordnung sein könnte, seien unbekannte Absender oder fehlende Absender, dass die Adresse nicht auf dem üblichem Platz steht sowie auffallende Rechtschreibfehler oder Verfärbungen/herausstechende Drähte.

Ein Hinweistelefon wurde eingeschaltet.

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