Huthi-Rebellen verkünden Tod von Ex-Präsident Saleh

Sanaa zwischen Gebäuden auf nachdem eine Rakete von der saudi-arabischen Luftwaffe abgefeuert in Sanaa einschlug. Der Angriff erfolgte nachdem tags zuvor von jemenitischer Seite eine ballistische Rakete in Richtung

Sein letztes Manöver wurde Ali Abdullah Saleh zum Verhängnis. Seit seinem Aufstieg an die Spitze des Jemen 1978 überstand Ali Abdullah Saleh mehrere Bürgerkriege, einen Militäraufstand des Südens gegen den Norden sowie zahllose Attentate.

Mit Blick auf Salehs Verbände verkündete das Huthi-geführte "Innenministerium" am Montag in einer Erklärung "das Ende der verräterischen Miliz und die Tötung ihres Anführers sowie einer Reihe seiner kriminellen Unterstützer". Vor fünf Jahren wurde er im Zuge des Arabischen Frühlings zum Rücktritt gezwungen. Danach ging er eine Allianz mit den vom schiitischen Iran unterstützten Huthi-Rebellen ein. Es sei an der Zeit, eine neue Seite im Verhältnis mit den "Brüdern der benachbarten Staaten" aufzuschlagen, verkündete Saleh über das Fernsehen.

Am Samstag hatte sich Saleh zu Gesprächen mit Saudi-Arabien bereit erklärt, welches Hadi unterstützt.

Vertreter der Houthi-Rebellen händigten der Nachrichtenagentur AFP in Sanaa ein Video aus, das den getöteten Saleh zeigen soll. In Sanaa konzentriert sich der Bürgerkrieg und fordert viele Opfer.

Salehs Tod wurde am Nachmittag von dessen Partei bestätigt. Salehs langjähriger Gegenspieler, der in Saudi-Arabien im Exil lebende international anerkannte Präsident Abed Rabbo Mansour Hadi, gab unterdessen seinen in der Nachbarprovinz Marib stationierten Truppen den Befehl, die Hauptstadt zu stürmen und aus der Hand der Huthis zu befreien. Während Saudi-Arabien das Gesprächsangebot begrüßte, sprachen die mit Saleh verbündeten Huthi-Rebellen von einem "Putsch gegen unsere Partnerschaft". Eine Verhandlungslösung mit den Huthis, die als verlängerter Arm des verhassten Irans betrachtet werden, kam für bin Salman niemals in Frage. Damit will die jemenitische Führung offensichtlich die Huthi-Rebellen weiter schwächen.

Was Saleh, einst ein Verbündeter des Irans, für seine Kehrtwende angeboten wurde, wird wohl niemals bekannt werden. In der Nacht zu Montag sollen sich diese auch auf Gebiete außerhalb von Sanaa ausgeweitet haben. Bei ihm habe alles seinen Preis gehabt.

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