IOC: Russische Athleten unter olympischer Flagge in Südkorea

Das Hauptquartier des russischen Olympischen Komitees in Moskau am 19. Juli 2016

Das IOK mit Sitz in Lausanne hat am Dienstagabend entschieden: Russland darf wegen Staatsdopings nicht an den Winterspielen im kommenden Februar im südkoreanischen Pyeonchang teilnehmen. Dennoch bleibt für russische Athleten eine Hintertür offen.

Es gibt allerdings ein Hintertürchen: Das IOC teilte mit, dass einzelne Athleten "unter strengen Auflagen" und neutraler Flagge antreten dürfen. Sie werden unter olympischer Flagge starten. Russland kann vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS noch einen Einspruch einlegen.

Außerdem wurde der frühere Sportminister Witali Mutko, aktuell Vizepremier, Chef des russischen Fußball-Verbandes und WM-Organisationschef, für alle zukünftigen Spiele ausgeschlossen.

"Das ist ein beeindruckendes Signal zugunsten des sauberen Sports", sagte Corinne Schmidhauser, die Präsidentin von Antidoping Schweiz.

Wegen mutmaßlicher Dopingverstösse bei den Winterspielen 2014 im russischen Sotschi waren in den vergangenen Wochen mehr als 20 Sportler lebenslang gesperrt worden. Darüber hinaus kündigte er Sanktionen gegen Russland an: "Mit sofortiger Wirkung wird das Russische Olympische Komitee (ROC) ausgeschlossen".

Lausanne. Die 14-köpfige Führungsspitze des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) unter Leitung des deutschen Präsidenten Thomas Bach beriet am Dienstag in Lausanne, welche Strafe für jahrelanges, systematisches und staatlich gedecktes Doping in Russland angemessen war.

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