Thyssenkrupp-Aufsichtsratschef gegen Zerschlagung des Konzerns

Thyssenkrupp Aufsichtratschef Ulrich Lehner lehnt Konzern Aufspaltung

Lehner verweist dabei auf eine Analyse des Aufsichtsrates aus dem Jahr 2014: "Das Ergebnis war, dass die einzelnen Bereiche zukunftsfähig und unter der Dachmarke Thyssen-Krupp synergiestiftend und damit stärker sind". "Eine Zerschlagung des Konzerns ist überhaupt kein Thema", sagte Ulrich Lehner dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). Zuletzt hatte der Investor öffentlich die Zerschlagung des Konzerns gefordert.

Aufsichtsratschef Lehner geht Cevian-Chef Förberg scharf an: "Wenn sich ein Aktionär in der Art und Weise öffentlich positioniert, dann schadet das dem Unternehmen".

Thyssenkrupp Aufsichtratschef Ulrich Lehner lehnt Konzern Aufspaltung
Ulrich Lehner Aufsichtsratschef von Thyssenkrupp

Cevian kommt der Umbau des Essener Industriekonzerns nicht schnell genug voran.

Um Thyssenkrupp zukunftssicher zu machen, soll unter anderem der Stahlbereich mit Tata Steel Europe verschmolzen werden, wogegen die Gewerkschaften heftig protestieren. Der Gründer des Finanzinvestors Cevian, Lars Förberg, hatte sich zuvor dafür ausgesprochen. Er hätte sich gewünscht, offen und konstruktiv miteinander zu reden - zum Wohle des Unternehmens An diesem Dienstag will Lehner zusammen mit Vorstandschef Heinrich Hiesinger turnusgemäß mit Vertretern von Cevian zusammentreffen. Die Arbeitnehmervertreter befürchten bei einer Fusion der bisherigen Konkurrenten den Abbau von deutlich mehr als den vom Unternehmen angekündigten 2000 Jobs und kritisieren die von Thyssenkrupp anvisierte Verlegung des Sitzes der Stahlsparte in die Niederlande. Sie fordern zudem Arbeitsplatz- und Standort-Garantien. Die Zustimmung der Arbeitnehmer zu der Stahlfusion ist nicht zwingend notwendig. Hiesinger setzt allerdings darauf, eine "gute Lösung" zu finden.

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