Fix: Köln trennt sich von Stöger

Peter Stöger

Als oben im großen Saal des Geißbockheims warme Worte seitens des 1. FC Köln für die Verdienste der entlassenen Peter Stöger und Manfred Schmid gesprochen wurden, schritten die beiden unten zum Mannschaftstrakt, um sich von all ihren "Jungs", wie sie die Spieler nannten, zu verabschieden. Das hat der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga einen Tag nach dem 2:2 beim FC Schalke 04 mitgeteilt.

Stöger hatte die Kölner nach seinem Amtsantritt aus der 2. Liga bis auf den fünften Tabellenplatz in der Bundesliga und in die Europa League geführt. Unter ihm erreichte Köln die Plätze zwölf, neun und zuletzt fünf und somit nach 25 Jahren die Rückkehr in den Europacup.

Das sieglose Köln hat nach 14 Runden bloss drei Zähler auf dem Konto.

Stöger verriet in einer Aussendung, dass man die Entscheidung schon vor dem Schalke-Spiel getroffen habe. "Am Freitag war klar, dass das Spiel auf Schalke unser letztes sein wird", bekannte der Fußballlehrer gestern. "Um sich voll und ganz auf diese wichtige Partie fokussieren zu können, haben wir entschieden, dies erst am Sonntag zu kommunizieren".

Nach dem Abschied von Sportchef Jörg Schmadtke Ende Oktober sei es ab Mitte November nach und nach zu einem Umdenkprozess bei den Verantwortlichen gekommen, sagte Wehrle. Nach der Niederlage gegen Hertha BSC vor einer Woche (0:2) habe man sich wieder zusammengesetzt.

Bei der Begründung der Entlassung gab Werner Spinner zu, dass "die Überzeugung nicht mehr ausreichend vorhanden war", mit Peter Stöger den Klassenerhalt zu schaffen. Deshalb halten wir es in der aktuellen Situation für unabdingbar, auf der Trainerposition ein Signal zu setzen, auch wenn uns diese Entscheidung sehr schwer fällt und wehtut.

Es war - vielleicht ist das ja auch dem Kölner Slogan geschuldet - eine spürbar andere Trennung.

Der 45-jährige Ruthenbeck soll vorerst bis Weihnachten übernehmen. Namen von Kandidaten wollte er nicht kommentieren: "Wir werden hier keine öffentliche Trainerdiskussion führen". Kölner Medien berichteten am Samstag von FC-Kontakten mit dem gebürtigen Kölner Markus Anfang, Coach von Zweitliga-Tabellenführer Holstein Kiel. Laut den Kielern war ein Wechsel aber bisher kein Thema. "Die Frage stellt sich für mich nicht", sagte deren Sportgeschäftsführer Ralf Becker am Sonntag bei Sky. "An mich ist niemand herangetreten".

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