Hunderttausende Kinder erhielten Dengue-Impfung: Jetzt warnt der Hersteller davor

Zwei Hände zeigen Ampullen mit dem Impfstoff Dengvaxia gegen Dengue-Fieber

Manila. Auf den Philippinen haben Hunderttausende Kinder einen potenziell gefährlichen Dengue-Impfstoff erhalten. Die Aktien des französischen Pharmakonzerns rutschten am Dienstag um zwei Prozent auf ein Zehneinhalb-Monats-Tief von 73,57 Euro ab und waren einer der größten Verlierer an Börse in Paris. Sanofi musste nun eingestehen, dass das Mittel die Krankheit in einigen Fällen sogar verschlimmern könnte.

Auf den Philippinen wurden in den vergangenen Jahren mehr als 700.000 Kinder ab neun Jahren mit Dengvaxia geimpft. Demnach sei das Mittel für Menschen riskant, die vor der Impfung noch nie am Denguefieber erkrankt waren.

Reporterin: Patricia Uhlig, redigiert von Christian Götz.

Dengue-Fieber gehört zu den am weitesten verbreiteten fieberhaften Infektionen und wird von Mücken übertragen. Sanofi hatte vergangene Woche selbst vor Dengvaxia gewarnt. Dengvaxia war der erste Impfstoff gegen die Erkrankung und ist in elf Ländern auf dem Markt. Bei Patienten, die bereits eine Infektion hatten, biete Dengvaxia dagegen einen anhaltenden Schutz.

Ein Bericht der WHO hatte bereits Mitte 2016 auf die mit dem Impfstoff verbundenen Risiken hingewiesen. Nach Angaben von Sanofi seien bisher keine Toten durch die Injektion des Medikaments gemeldet worden. Diese Patienten hätten sich mit entsprechender medizinischer Behandlung wieder voll erholt.

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