Die Kunst der Pizzabäcker rückte zum UNESCO-Kulturerbe auf

Symbolbild- Meditation

Es sei aber weder in Berlin noch New York, in Stockholm oder Rio de Janeiro jemand in der Lage, "eine Pizza in den Ofen zu schieben, wie es neapolitanische Pizzabäcker tun", erklärt er, wobei seine Stimme etwas von einer Liebeserklärung an das platte Fladenbrot annimmt.

Während wir in Rom unsere Pizza essen, schob aus Anlass der Unesco-Versammlung in Südkorea ein Bäcker in Neapel vor den Augen des italienischen Kulturministers, Dario Franceschini, eine Pizza in den ältesten nachweisbaren Pizzaofen im Museum von Capodimonte.

"Die Kunst des italienischen Pizzabäckers wird anerkannt".

Zudem wollen die stolzen Neapolitaner ein Zeichen setzen gegen Tiefkühl- und Industrieware: Die Anerkennung der traditionellen Pizza sei "ein Triumph der authentischen Handwerkskunst über die weltweite Produktion von Lebensmittel-Großkonzernen", heißt es in einer Petition, die rund zwei Millionen Menschen unterzeichnet haben.

Die Kunst des neapolitanischen Pizzabäckers ist in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen worden. In Rom ist die Pizza dünner, knuspriger und wird typischerweise "al taglio", stückweise auf die Hand, verkauft. Spontan lieferte der Raumfrachter Cygnus die Zutaten und die sechs Astronauten durften Pizza backen.

Ausschließlich in einem Holzofen bei 485 Grad. Das teilte der italienische Minister für Landwirtschaft und Ernährung, Maurizio Martina, nach der Entscheidung bei der Tagung des Unesco-Komitees auf der südkoreanischen Insel Jeju auf Twitter mit. Erst 2016 war hier die mit 1853,88 Metern längste Pizza aller Zeiten gebacken worden, hatte sich damit einen Eintrag in das "Guinnessbuch der Rekorde" verschafft. Es sei ein wesentlicher Bestandteil der neapolitanischen Kultur und Identität.

Die Pizza, wie wir sie in heutiger Form kennen, soll erstmals Ende des 19. Jahrhunderts in Neapel aus dem Ofen gekommen sein. "Die Königin mochte die mit Mozzarella und Tomaten am liebsten", schreibt das Kulturministerium. In der "Bottega" - der ursprüngliche Name für die Pizzerien - schauen sich Lehrlinge noch immer das Können der Meister ab.

Längst wird die Pizza nicht mehr nur klassisch rot-weiß-grün belegt - statt mit Tomatensoße kriegt man sie mit Walnusscreme oder Hummus. Acht Jahre internationale Verhandlungen hat es dafür gebraucht, betonen italienische Medien.

Nach Angaben der Mailänder Industrie- und Handelskammer kommen die meisten ausländischen Pizzabäcker aus nordafrikanischen Staaten wie Ägypten oder Tunesien sowie aus Pakistan und Bangladesch.

Am Donnerstag dürften in Italien noch mehr runde Fladen in den Ofen geschoben werden als ohnehin schon. "Aber ein Tag, an dem die Pizza gefeiert wird, ist immer ein guter".

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