General Electric streicht in Deutschland rund 1600 Jobs

General Electric begründete die Einschnitte mit dem starken Preisdruck und der geringen Nachfrage nach konventionellen Kraftwerken

Unter den leidtragenden Standorten ist einmal mehr Berlin. Dabei wird sich auch zeigen, wie viele Stellen in dem von Alstom übernommenen Turbinengeschäft in der Schweiz wegfallen.

Paris / Fairfield - Nach der Teilübernahme der französischen Alstom streicht der Siemens-Konkurrent General Electric in Europa einem Bericht zufolge 4.500 Stellen.

Betroffen sind die Standorte Mannheim, Stuttgart, Berlin, Mönchengladbach und Kassel. 750 Mitarbeiter verlieren wohl ihren Arbeitsplatz.

Das Unternehmen begründete die Einschnitte mit dem starken Preisdruck und der geringen Nachfrage nach konventionellen Kraftwerken. An über 50 Standorten in Deutschland beschäftigt GE rund 10.000 Mitarbeiter.

GE-Deutschlandchef Alf Henryk Wulf betonte, dass man die Einschnitte so sozialverträglich wie möglich gestalten und mit den Arbeitnehmern beraten wolle. Der Mischkonzern hatte Anfang 2016 bereits die Streichung Tausender Stellen in Europa angekündigt, in Deutschland war vor allem Mannheim betroffen. Angesichts der Milliardengewinne in allen Geschäftsfeldern sei der geplante Stellenabbau nicht nachvollziehbar, sagte Marco Sprengler, Vize-Aufsichtsratsvorsitzender der GE Deutschland Holding GmbH und Geschäftsführer der IG Metall Freiburg. Der amerikanische Industrie-Riese steht auch wegen hausgemachter Probleme unter Druck und versucht, mit einem Konzernumbau die Wende zu schaffen. Das Gros der Schweizer Aktivitäten von GE war mit dem Verkauf der Energiesparte der französischen Industriegruppe Alstom 2015 zum US-Konzern gestossen.

Erst Siemens, nun GEc: Nach dem deutschen Industriekonzern will nun Medienberichten zufolge auch dessen Konkurrent aus den USA massiv Stellen abbauen. Dort wird die Produktion eingestellt, Forschung und Entwicklung sowie andere Funktionen des Traditionsstandortes sollen allerdings erhalten bleiben.

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