Nach blutigem Rockerkrieg: Messerstecher muss ins Gefängnis

Ein 25-Jähriger muss hinter Gitter. Der Mann hatte zugegeben, im April 2016 in einer Gruppe von Anhängern der türkisch geprägten Gang "Osmanen Germania BC" einen Kontrahenten der "Stuttgarter Kurden" mit einem Klappmesser angegriffen und am Arm verletzt zu haben. Bei früheren Verfahren zu den Auseinandersetzungen sind schon mehrere mehrjährige Haftstrafen gegen beide Seiten verhängt worden. Ein bisschen Rabatt gab es dennoch: Der Angeklagte wurde am Mittwoch wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte die Tat als versuchtes Tötungsdelikt gewertet und sechs Jahre Haft gefordert. Das Opfer wurde zudem mit einem Baseballschläger traktiert und am Boden liegend gegen den Kopf getreten (Az.: 1a Ks 212 Js 43442/16).

Mit viereinhalb Jahren bekam der 25-Jährige ein etwas höheres Strafmaß, das ein weiterer Beteiligter der Bluttat bereits im Juni kassiert hatte - mit vier Jahren Haft. Der Mann musste schwer verletzt ins Krankenhaus. Das Gericht glaubte dem 25-Jährigen, dass er diesem Mann damals "einen Freundschaftsdienst" erweisen wollte, als er ihn zum Tatort nach Stuttgart begleitete. Die "Osmanen" hätten den möglichen Tod des Angegriffenen billigend in Kauf genommen, hieß es.

Ein Mitglied der türkischnationalen Straßenbande Osmanen Germania muss in Haft. Die Gegenseite wird den multinationalen Stuttgarter Kurden zugerechnet, die aus der 2013 verbotenen Gruppierung "Red Legion" hervorgegangen sind.

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