Personenzug bei Meerbusch auf falscher Strecke

Zugunglück Meerbusch Bilder von den Bergungsarbeiten

Der nahe Neuss verunglückte Personenzug hätte den betreffenden Gleisabschnitt nicht befahren dürfen. Das sagte ein Sprecher der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung in Bonn.

Nach Angaben der Deutschen Bahn war ein Zug der Regional-Express-Linie 7 auf einen stehenden Güterzug von DB Cargo aufgefahren. Dies sei keine Schuldzuweisung an den Lokführer: Es müsse noch geklärt werden, ob etwa die Signale falsch geschaltet gewesen oder vom Lokführer übersehen worden seien. Bei dem Unfall am Dienstagabend wurden laut Bundespolizei 9 Menschen schwer und 41 leicht verletzt. "Der Personenzug hätte in den Abschnitt nicht reinfahren dürfen", sagte Münnich. Die Versorgung der Menschen im Zug genieße "hohe Priorität", erklärte die Feuerwehr Meerbusch.

Nach Angaben des Rettungsdienstes waren deutlich mehr Menschen in dem Personenzug als zunächst angenommen.

Der Feuerwehrsprecher sagte, abgerissene Oberleitungen erschwerten den Einsatzkräften vor Ort den Zugang zu den Leuten im Zug.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Sprecherin gegen 19.30 Uhr in Meerbusch-Osterath. Das Unternehmen und Rettungskräfte bemühten sich um "schnelle Hilfe für die Betroffenen und Klärung der Sachlage", hieß es in der Mitteilung weiter. Bei dem Aufprall wurde er in seiner Fahrerkabine selbst verletzt. Er konnte gerettet werden, stand aber unter Schock. Fahrgäste sprachen von einem "grossen Knall" und einer Vollbremsung. Wann die Strecke wieder freigeben werden könnte, war zunächst unklar. "Hoffentlich kann allen Verletzten rasch geholfen werden". Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wünschte den Verletzten eine "baldige Genesung".

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