Polizei rät nach Erpressung zu Wachsamkeit bei Paketen

Die Polizei rechnet mit weiteren Brandbomben des DHL-Erpressers

Pakete ohne eindeutigen Absender verunsichern Kunden. Nun hat der zur Deutschen Post gehörende Paketservice eine Warnmeldung für Kunden veröffentlicht.

Die DHL erklärte in Bonn, es sei nahezu unmöglich, alle Pakete zu kontrollieren.

Für die rund 60.000 Paketzusteller ist die Erpressung ein stetiger Begleiter, obwohl es aktuell keine konkreten Hinweise auf weitere Paketbomben gebe. Allerdings transportiert die Post-Tochter sieben Millionen Sendungen am Tag.

Doch nicht nur die Zusteller sind verängstigt. Auch nach den hinreichenden Warnungen des brandenburgischen Innenminister Karl-Heinz Schröter (63, SPD) mit verdächtige Pakete vorsichtig zu sein und im Zweifel die Polizei zu informieren (TAG24 berichtete), sind notwendig, tragen aber zur allgemeinen Verunsicherung weiter bei. Die Paketbomben könnten zu schwersten Verletzungen oder sogar zum Tod führen.

Bei der Fahndung nach dem DHL-Erpresser hat die Polizei bereits drei Dutzend Hinweise erhalten.

Zahlreiche Bürger meldeten verdächtige Pakete - allein das Potsdamer Polizeipräsidium zählte zehn. In allen Fällen hätten sich die Herkunft und der Inhalt aber klären lassen, ohne dass Spezialisten der Polizei anrücken mussten, sagte die Sprecherin. Die nach der Auslieferung einer Paketbombe an eine Apotheke am Potsdamer Weihnachtsmarkt gebildete Sonderkommission wurde auf mehr als 50 Mitarbeiter aufgestockt.

Im Bereich Terrorismus und Schwerkriminalität arbeiten Polizei und Post bereits seit Längerem eng zusammen, um im Vorfeld verdächtige Pakete ausfindig zu machen. Den gleichen Weg nutzten auch der oder die Erpresser in Potsdam. Bereits Anfang November ging ein ähnlicher Sprengsatz bei einem Online-Versandhändler in Frankfurt (Oder) in Flammen auf. Sie fordern von der DHL einen Millionenbetrag und drohen mit weiteren Paketbomben.

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