Trump löst mit Jerusalem-Entscheidung scharfe Kritik aus [0:52]

Das Bild zeigt Jerusalem mit dem Felsendom und seiner goldenen Kuppel

Der US-Präsident hatte am Mittwoch in einem historischen Alleingang Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich von der Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die USA distanziert.

Auch der luxemburger Außenminister Jean Asselborn hat sich in dieser Sache zu Wort gemeldet: Die Entscheidung sei einerseits nicht konform zu den Resolutionen, die die Vereinten Nationen über Jerusalem verabschiedet haben. Die EU respektiere weiter den internationalen Konsens zum Status von Jerusalem und stehe zur Zwei-Staaten-Lösung. "So ein Schritt wird nur in die Hände der Terrororganisationen spielen", sagte Erdogan. Auch Palästinenserpräsident Abbas hatte vor "gefährlichen Konsequenzen" gewarnt. "Diese beklagenswerten und unannehmbaren Maßnahmen untergraben bewusst alle Friedensbemühungen", sagte Abbas im palästinensischen Fernsehen. Er ruft andere Staaten auf, dem Vorbild der USA zu folgen und ebenfalls ihre Botschaften nach Jerusalem zu verlegen. Die Hoffnungen beider Parteien müssten erfüllt werden und der Status von Jerusalem "als die künftige Hauptstadt beider Staaten" müsse auf dem Verhandlungsweg geklärt werden, sagte Mogherini mit Blick auf Israelis und Palästinenser. Damit gebe Washington seine "Rolle als Förderer des Friedensprozesses" auf, den es im vergangenen Jahrzehnt innegehabt habe.

Israels Präsident Reuven Rivlin: "Es gibt kein passenderes oder schöneres Geschenk, jetzt, wo wir uns 70 Jahren Unabhängigkeit des Staates Israel nähern", sagte Rivlin. Die jüngste Entscheidung habe jedoch keinen Einfluss auf Amerikas Unterstützung des Friedens zwischen den Israelis und den Palästinensern. Trumps Entscheidung verletze daher die Gefühle der arabischen und islamischen Völker, so das ägyptische Außenministerium in einer Erklärung.

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