Atos will SIM-Karten-Hersteller Gemalto übernehmen

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Das Management des Sicherheitssoftware-Produzenten Gemalto will bis zum Freitag über das milliardenschwere Übernahmeangebot des französischen IT-Dienstleisters Atos entscheiden. Daher sei das Angebot von 4,3 Milliarden Euro "sehr, sehr hoch" und spiegele das Potenzial wider, das Atos in Gemalto sehe. Der hat zudem Erfahrung mit der Integration neuer Unternehmensbereiche: Ende 2010 übernahm er die Siemens Informations Systems mit 33.000 Mitarbeitern, 2014 folgte Bull mit 9.300 und 2015 Xerox IT mit 9.600 Mitarbeitern.

Mit dem Zukauf will Atos seine Expertise in den Bereichen Cybersicherheit, Internet der Dinge und Bezahlwesen ausbauen, sagte Atos-Chairman und CEO Thierry Breton in der Mitteilung. Gemalto habe Atos informiert, die Offerte zu prüfen und rechtzeitig zu antworten. Gemalto habe die Deutsche Bank und J.P.Morgan sowie die Anwaltskanzlei Allen & Overy LLP als Berater hinzugezogen. Es handle sich um eine freundliche Übernahme, heisst es weiter. Der IT-Dienstleister ist in Bezons bei Paris ansässig.

Zu den Geschäftsfeldern von Atos gehören Zahlungstransaktionen, Beratungs- und Technologiedienstleistungen, Systemintegration sowie Outsourcing-Dienstleistungen.

Der niederländische Gemalto-Konzern ist einer der führenden Hersteller von Chip- und Magnetstreifenkarten, SIM-Karten, EC- und Kreditkarten sowie Gesundheitskarten.

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