Bei Ryanair droht Streik

Pilotengewerkschaft kündigt Streik bei Ryanair

Die Vereinigung Cockpit (VC) erklärte im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag, den 12.12.2017, dass ab sofort jederzeit mit Streikmaßnahmen bei Ryanair zu rechnen ist. Um die Weihnachtsfeiertage herum, zwischen dem 23. und dem 26. Dezember, werde allerdings nicht gestreikt.

Die Gewerkschaften werfen Ryanair vor, den europaweiten Flugbetrieb mit unsozialen Arbeitsbedingungen für die inzwischen rund 4000 Piloten zu organisieren.

Ryanair hat bislang keine Verhandlungsbereitschaft gezeigt. Einen Streik von Piloten habe es am Flughafen Hahn bisher noch nie gegeben. "Wie sollten Ryanair-Piloten systematisches Sozialdumping anders durchbrechen, als mit gewerkschaftlichen Mitteln?" Als Maßstab für eine bessere Bezahlung nannte die Gewerkschaft die Tarifbedingungen des Fluganbieters TUIfly, der wie Ryanair eine Flotte von Boeing 737 betreibt. Über den europäischen Dachverband der nationalen Pilotenverbände "European Cockpit Association" sind erstmals europaweite Streiks bei einer Airline denkbar, die gleich von mehreren Gewerkschaften ausgerufen werden. Sprecher Robin Kiely verwies in der Vergangenheit auf Lohnerhöhungen und Dienstplanverbesserungen, die mit den lokalen Piloten-Ausschüssen verhandelt worden seien. Die Behauptungen der deutschen Gewerkschaften seien ohne Grundlage. O'Leary hat die VC in der Vergangenheit stets als "Gewerkschaft der Lufthansa" abgelehnt. Der erste ist, Ryanair umgeht damit jegliche Mitarbeiterrechte für diese Piloten. Gerade Berufseinsteiger werden laut VC nicht direkt bei Ryanair eingestellt, sondern angehalten, eigene Mini-Gesellschaften nach britischem oder irischem Recht zu gründen und dann ihre Arbeitsleistung als Selbstständige anzubieten. Beim Gehalt schlägt Cockpit Regelungen vor, wie sie beispielsweise auch bei Tuifly gelten. Dort verdienen Piloten und Copiloten rund 30 Prozent mehr - und sind dazu noch in der Regel sozial abgesichert. "Es werden weniger Ryanair-Piloten bei uns, weil immer mehr den Job wechseln und woanders hingehen", meint Phillips. Auch dadurch gibt es aus VC-Sicht eine deutliche Unterdeckung an Piloten bei der irischen Fluggesellschaft, was zu zahlreichen nicht durchgeführten Flügen führt. "Das bedeutet allerdings, dass es im kommenden Sommer einige Fluggesellschaften geben wird, die zu wenig Piloten haben werden".

In Deutschland gibt es zehn Standorte, die von möglichen Flugausfällen betroffen sein können; 400 Piloten sind für Ryanair in Deutschland im Dienst - und der Schwund ist groß.

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