Kurse von Innogy und RWE unter Druck

An der Börse sackte die Innogy-Aktie bis zum Nachmittag massiv um mehr als zehn Prozent ab. Die für Ökostrom zuständige Tochtergesellschaft von RWE, Innogy, gab nicht nur bekannt, dass der Gewinn 2017 niedriger als erwarte ausfallen, sondern im kommenden Jahr auch noch wird. Das bereinigte Ebit werde mit 2,8 Milliarden Euro ebenfalls um rund 100 Millionen Euro niedriger ausfallen als angepeilt. Die Aktie brach daraufhin um acht Prozent ein.

Innogy hatte seit längerer Zeit massive EDV-Probleme auf dem britischen Markt und in der Folge erhebliche Kundenverluste. Ein 2016 gestartetes Kostensenkungsprogramm in Großbritannien reiche nicht aus, um die Einbußen auszugleichen, teilte das Unternehmen mit. Auf Konzernebene kämen unter anderem höhere Kosten für die Digitalisierung hinzu. 2018 sei aber mit einem leichten Rückgang auf gut 1,1 Milliarde Euro zu rechnen. Vor zwei Jahren war bereits das Management ausgetauscht worden. Innogy will nun das Vertriebsgeschäft auf der Insel in ein Joint Venture mit dem Konkurrenten SSE einbringen.

Für 2017 werde das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) des Konzerns voraussichtlich nur rund 4,3 statt 4,4 Milliarden Euro betragen, kündigte Innogy in einer Gewinnwarnung an. Das bereinigte Nettoergebnis werde mit über 1,1 Milliarden Euro ebenfalls um diese Differenz zurückgehen. RWE ist noch mit 77 Prozent an Innogy beteiligt. Es bleibe auch bei der geplanten Dividende für 2017 und den Dividendenzielen für die beiden folgenden Jahre. "Auch wenn das kurzfristig unser Ergebnis belastet, bin ich überzeugt: Das ist die richtige Strategie", sagte Innogy-Chef Peter Terium.

Als künftigen Aufsichtsratschef schlägt das Kontrollgremium den ehemaligen Eon-Finanzvorstand Erhard Schipporeit vor.

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