Niederlande: Deutsche Telekom übernimmt Mobilfunk-Konkurrenten

Fusion in den Niederlanden

Nun geht die Telekom-Tocher T-Mobile NL in die Offensive. Der Bonner DAX-Konzern zahle Tele2 190 Millionen Euro in bar, hieß es weiter. Mit dem Erwerb von Tele2 hat die Telekom dort auch ein Festnetz.

Die Deutsche Telekom und die schwedische Tele2 agieren am niederländischen Telekommunikationsmarkt künftig gemeinsam. Sie werden nach Angaben der Tele2 Group die Firmen Tele2 Netherlands und T-Mobile Netherlands zusammenlegen. Die Telekom wird über 75 Prozent der Anteile an T-Mobile NL verfügen und ein Gesellschafterdarlehen von 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung stellen.

Tele2 and T-Mobile konkurrierten derzeit in den Niederlanden gegen zwei Player, die mehr als 80 Prozent des Marktes kontrollierten, so die Schweden weiter. Die Übernahme in den Niederlanden kommt nicht unerwartet, da Telekom-Chef Tim Höttges bereits im November erklärte, dafür offen zu sein. Größenvorteile, die verbesserte Ausstattung mit Mobilfunk-Lizenzen und Synergiepotenziale sollen genutzt werden. Der frühere Staatsmonopolist KPN kommt in den Niederlanden auf einen Marktanteil von rund 43 Prozent und das Gemeinschaftsunternehmen von Vodafone und Liberty, Ziggo, auf 30 Prozent.

Für die Telekom ist es der erste expansive Schritt nach dem Rückschlag in den USA, wo die Fusionsgespräche zwischen T-Mobile US und dem Wettbewerber Sprint abgebrochen wurden.

"Wir werden die Branche nachhaltig umkrempeln", kündigte der Chef von T-Mobile NL, Sören Abildgaard, an.

Die Fusion wird mit sich bringen, dass die Mobilfunk-Infrastrukturen beider Unternehmen zusammengelegt werden können.

Allein hinkten T-Mobile NL und Tele2 deutlich hinter den Platzhirschen KPN und Ziggo hinterher.

Das neue Unternehmen werde rund 5 Millionen Kunden haben, der Umsatz läge bei etwa 2 Milliarden Euro. Vor der Übernahme wird die Telekom die Funktürme und Antennenstandorte aus der T-Mobile NL herauslösen und in eine separate Gesellschaft einbringen.

Die Transaktion soll vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen im zweiten Halbjahr 2018 abgeschlossen werden.

Related:

Comments

Latest news

Bei Protesten wegen Trump-Entscheid: Israelische Soldaten töten vier Palästinenser
Dies schrieb die " Jerusalem Post " unter Berufung auf die Gemeinsame Liste der arabischen Abgeordneten im israelischen Parlament. Bei Demonstrationen gegen die Jerusalem-Erklärung von US-Präsident Donald Trump wurden zahlreiche Palästinenser verletzt.

Amsterdamer Flughafen teilweise geräumt
Die Halle "Schiphol Plaza" ist die Haupteinkaufsmeile des Flughafens vor der Passkontrolle. Als die Schüsse fielen, brach für kurze Zeit Panik aus, schilderten Augenzeugen.

NASA: Neuer Planet mithilfe künstlicher Intelligenz entdeckt
Die Forscher haben 670 Sternsysteme mit bereits bekannten Planeten mit dem neuronalen Netzwerk nochmals ausgewertet. Das war allerdings schon einmal so, da man noch früher zum Teil auch neu entdeckte Asteroiden für Planeten hielt.

Klatsche für die Telekom: Bundesnetzagentur untersagt Teile der StreamOn-Option
StreamOn Music & Video ist in den verschiedenen Tarifen MagentaMobil sowie zur Family Card L der Telekom kostenlos zubuchbar. Anfang Oktober hatte die Bundesnetzagentur bei StreamOn Verstöße gegen Roaming- und Netzneutralitätsvorgaben festgestellt.

Israels Luftwaffe bombardiert nach Raketenangriff erneut Gazastreifen
Militante Palästinenser hatten nach Armeeangaben am Dienstagabend eine Rakete abgefeuert, die allerdings Israel nicht erreichte. Israel reagierte auf die Angriffe nicht nur, indem es die Grenzen zum Gazastreifen abriegelte, sondern auch mit Luftangriffen.

Other news