Supercomputer: München bekommt drittschnellsten Rechner weltweit

Vorgänger SuperMUC in der Ausbauphase 2 die 2015 in Betrieb ging

∅ ${ rating } bei ${ count } Stimmen Danke fürs Abstimmen! Supercomputer für 96 Millionen EuroUm das gigantische Maß an Rechenpower zu erreichen, kommen 309.504 Rechenkerne sowie 715 Terabyte Arbeitsspeicher (RAM) zum Einsatz. In München ist dafür am Donnerstag der Vertrag über die Lieferung der Anlage "Supermuc-NG" geschlossen worden.

Das Leibniz-Rechenzentrum an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München rüstet auf: Die Einrichtung baut mit Unterstützung von Lenovo den drittschnellsten Computer der Welt!

Der neue Supermuc soll vor allem für die Bewältigung riesiger Datenmengen zur Verfügung stehen, die etwa für aufwendige Simulationen erforderlich ist. Das Ungetüm, das auf den Namen SuperMUC-NG (Next Generation) hört, soll den Forschern bei hochkomplexen Berechnungen und Versuchen helfen, wie die Akademie in einer Pressemitteilung bekannt gab. Die Rechenleistung bezieht das neue System aus Server-Racks des chinesischen Herstellers Lenovo. Dafür wurde ein eigener Kühlkreislauf entwickelt, der die Stromkosten weiter senken soll, indem keine zusätzliche Energie für das Senken der Wassertemperatur gebraucht wird. "Die Verarbeitung dieser Daten erfordert eine immense Rechenleistung". Klassische Einsatzgebiete waren bisher Kosmologie und Astrophysik, Festkörperphysik und Strömungsmechanik.

"Der neue Höchstleistungsrechner wird den Wissenschaftlern mehr Leistung bieten, aber auch noch mehr Können abverlangen", sagte Dieter Kranzlmüller, Leiter des LRZ. "Mit dem neuen System können Forscher noch komplexere wissenschaftliche Fragestellungen angehen". Die Kosten tragen der Bund und der Freistaat Bayern je zur Hälfte. Die Gesamtkosten des Projektes betragen bei einer Laufzeit von 6 Jahren 96 Millionen Euro.

Der schnellste Rechner der Welt ist "Sunway TaihuLight" aus China. Insgesamt werden in dem Supercomputer dann 300.000 Rechenkerne arbeiten, die es zusammen auf eine Leistung von 26,7 Petaflops bringen sollen. Auf dem dritten Platz steht derzeit der Piz Daint aus der Schweiz, der mit 19,6 Petaflops aktuell das schnellste System Europas ist und damit von den Münchnern abgelöst würde. "Hazel Hen" des Herstellers Cray arbeitet am Höchstleistungsrechenzentrum HLRS und belegte mit 5,6 Petaflops den 19. Platz in der jüngsten Rangliste von November.

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