CSU setzt Parteitag mit Wahl der neuen Doppelspitze fort

Für wie doof haltet ihr die Wähler?“ TV-Gast fährt Söder bei Lanz in die Parade

Zum Abschluss des zweitägigen Parteitags in Nürnberg steht neben der turnusmäßigen Neuwahl des Parteivorstandes auch eine Abstimmung über die Kür von Markus Söder zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 an.

Der mit 83,7 Prozent zum sechsten Mal wieder gewählte Parteichef Horst Seehofer gab für Markus Söder die Zielmarke "40 plus x" bei den Landtagswahlen im Herbst 2018 aus.

Seehofer hingegen erzielte sein bislang schlechtestes Ergebnis. Diesen Vorschlag segnete der Parteitag nun ab. Die beiden Spitzenämter würden getrennt. "Aber die Aktionseinheit der CSU bleibt".

Seehofer und Söder riefen die Partei nach dem monatelangen Machtkampf zur Geschlossenheit auf.

Doch kann der Franke Söder auch in Oberbayern Stimmen holen? Er selbst wolle angesichts der unklaren Lage und der schwierigen Regierungsbildung in Berlin mithelfen, dass die CSU ihrer Verantwortung für Deutschland gerecht werde, versprach Seehofer.

Söder zollte im Gegenzug Seehofer hohen Respekt - für dessen Arbeit für Bayern, dessen Berliner Verhandlungsgeschick und dessen "souveräne Entscheidung" der vergangenen Wochen. Weil die Zeit schwierig sei, müssten "die Stärksten an einem Strang ziehen".

Zuvor hatte der Parteitag Seehofer als CSU-Chef bestätigt. Offen bleibt, ob Seehofer in einer neuen Bundesregierung ein Ministeramt übernehmen will oder nicht.

In seiner Rede vor der Abstimmung hatte Seehofer zuvor auf eine Begrenzung der Zuwanderung gepocht und sich gegen Vorwürfe wegen der Flüchtlingspolitik seiner Partei gewehrt. 119 Delegierte stimmten mit Nein.

"Es gibt keinen fränkischen, keinen schwäbischen, es gibt nur einen bayerischen, der für ganz Bayern da ist."
Seehofer sagte zu seinem Wahlergebnis: "Das ist eine gute Grundlage für das, was auf uns wartet in München und Berlin". Ebenfalls wiedergewählt wurden die EU-Parlamentarier Manfred Weber (84,6 Prozent) und Angelika Niebler (80,5 Prozent). Neu gekürt wurden die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (87,6 Prozent) und die Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär (79,2 Prozent). Die bisherigen Vize-Vorsitzenden Barbara Stamm und Christian Schmidt kandidierten nicht wieder.

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