Gladbachs Eberl wütet gegen eigene Fans

Mann des Tages Gladbach Star Raffael

Max Eberl stürmte wutentbrannt in den Kabinengang.

Es sei eine "bodenlose Frechheit", wenn es in einer schwierigen Phase des Spiels Pfiffe gegen die eigene Mannschaft gebe, sagte Eberl nach dem Heimspiel gegen den Hamburger SV. "Hier wird ehrlich Fußball gespielt, es wird mit jungen Spielern gearbeitet, mit zwei 18-Jährigen im Mittelfeld, und es wird gepfiffen, als wenn wir zurückliegen bei einem Spielstand von 1:1 - dafür habe ich kein Verständnis", sagte Eberl. Es geht mir so auf den Sack.

Sportdirektor Max Eberl allerdings machte nach der ansehnlichen, spannenden Partie gegen Abstiegskandidat HSV seinem Unmut in aller Deutlichkeit Luft. Sie sollen uns einfach Fußball spielen lassen. Mit so etwas kann ich nicht leben, wenn wir bei guten Spielen ausgepfiffen werden. "Das ist nicht mehr Borussia Mönchengladbach, wie ich es kenne". Dabei schwankte seine Stimmung zwischen Wut, Fassungslosigkeit und Enttäuschung. "Es geht immer nur um Daumen hoch und Daumen runter", sagte der 44-Jährige am Donnerstag.

Ende November wurden die Gladbacher Profis nach ihrem überraschenden Erfolg gegen Herbstmeister Bayern München noch ausgiebig gefeiert, doch nach drei Spielen ohne Sieg kippte die Stimmung bei einigen Anhängern. Ich rede von den Zuschauern, die ab und an mal Fußball gucken wollen. "Das kann uns erschlagen". Er regte sich über Teile des Publikums auf. "Das ist der Mannschaft und dem Klub gegenüber, der sich acht Jahre den Arsch aufreißt, um mal gegen Barcelona spielen zu dürfen, eine Frechheit".

Der aufgebrachte Sportdirektor erhielt Unterstützung von den Spielern.

"Die Leute, die pfeifen, das sind keine Fans". Thorgan Hazard, der die 1:0-Führung erzielt hatte (9.), erklärte: "Die Fans müssen der Mannschaft helfen".

Ob nun zu befürchten ist, dass die Anhängerschar am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) im Pokalheimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen wieder auf Liebesentzug schalten könnten?

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