Die EZB bleibt bei der Nullnummer

Die EZB bleibt bei der Nullnummer

Das monatliche Volumen wird von Januar an aber auf 30 Milliarden Euro halbiert.

Wer regelmäßig die Berichterstattung der Finanzredaktion von CHECK24 verfolgt, der dürfte die drei Zahlenwerte mittlerweile auswendig kennen: Am Donnerstag hat Mario Draghi verkündet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Hauptrefinanzierungssatz bei null Prozent belässt, der Spitzenrefinanzierungssatz bleibt bei 0,25 Prozent und der Einlagezins bei -0,4 Prozent. Sie will die Banken damit zwingen, mehr Kredite zu vergeben und damit zum Aufschwung im Euroraum zusätzlich beizutragen.

Gefragt nach der neuen längerfristigen Inflationsprojektion der EZB für 2020, die bei lediglich 1,7 Prozent liegt, gab sich Draghi gelassen.

Ihre Inflationsprojektionen beließ die Notenbank dagegen größtenteils unverändert, mit Ausnahme des kommenden Jahres. Heuer soll die Wirtschaft um 2,4 Prozent wachsen. Die Preisentwicklung bedarf aus Sicht der EZB aber weiterer Unterstützung.

Für 2019 wird das Wirtschaftswachstum auf 1,9 Prozent veranschlagt, nach bisher 1,7 Prozent. Dauerhaft niedrige oder gar sinkende Preise könnten Unternehmen und Verbraucher dazu bringen, Investitionen aufzuschieben - das würde die Konjunktur abwürgen.

Während Sparer und Banken unter der Zinsflaute leiden, profitieren Kreditnehmer von günstigen Konditionen - zum Beispiel beim Kauf von Häusern und Wohnungen.

Die derzeit rund laufende Konjunktur schlägt sich auch in höheren Wachstumsprognosen nieder.

Mittelfristig strebt die Notenbank eine jährliche Inflationsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Im September war die EZB noch von 2,2 Prozent ausgegangen. Eine erste Vorhersage für 2020 ergibt einen Wert von 1,7 Prozent. "Die jüngsten Daten und Umfragen signalisieren ein solides, breit angelegtes Wachstum", so Draghi.

Angesichts der kräftigen Konjunkturerholung in der Euro-Zone ist ein Abschwung für die EZB derzeit kein Thema.

Der Dax notierte kurz nach Handelsstart 0,16 Prozent niedriger bei 13 104,15 Punkten und knüpfte damit an seinen moderaten Vortagesverlust an.

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