Panzerwagen der Polizei Sachsen sorgen für Aufregung

Bewaffnete Polizisten des SEK stehen vor dem Panzerwagen

Grund dafür sind Stickereien auf den Sitzen.

In Sachsen sorgt ein Schriftzug auf den Sitzen eines neuen Panzerfahrzeugs zur Terrorabwehr für Aufsehen. Die Aufregung ist groß und Verantwortung will niemand dafür übernehmen.

Der Vorwurf: Die Frakturschrift erinnere stilistisch an nationalsozialistische Symbolik. "Und wer hat entschieden, dass so ein Logo da rein kommt?" schrieb Twitter-Nutzer Andreas Raabe, Mitarbeiter des Leipziger Stadtmagazins Kreuzer, zu dem Bild. Bernhardt stellte auch klar, dass der Panzerwagen-Hersteller Rheinmetall die Stickerei auf Wunsch der sächsischen Besteller auf die Sitze gestickt habe: "Rheinmetall bietet an, die Sitze spezifisch für alle Kunden zu gestaltet".

Auf Twitter ist die Aufregung schnell groß, und so hielt man es im Sächsischen Innenministerium offenbar für nötig, nach wenigen Stunden auf den Tweet zu reagieren - und die Schriftart immer wieder als "vom Hersteller gewählt" zu bezeichnen. Darin eine rechte Attitüde zu sehen, weise man entschieden zurück. Im Gegenteil. Sie heizte die Diskussion weiter an. Im Sächsischen Innenministerium ist man sich der Sprachregelung "vom Hersteller gewählte Schriftart" offenbar auch nicht mehr so sicher. "Geht das bei Behörden so nicht?"

Allerdings entzündet sich an dieser Stellungnahme schon die nächste Kritik. Auf YouTube hat das Innenministerium selbst Szenen der offiziellen Übergabe der beiden "Survivor R" hochgeladen. Denn in einem offziellen Video vom Tag der Vorstellung des "Survivor R" sgat Sven Mewes vom Landeskriminalamt Sachsen (ab Minute 2.17): "insgesamt ist das fahrzeug genau so, wie wir uns das vorgestellt haben".

Die neuen Panzerwagen der Polizei werden vom Rüstungshersteller Rheinmetall MAN Military Vehicles produziert. Damit meint er bestimmt nicht die Bestickung des 350 PS starken Panzers.

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