Bahn und Bundeswehr verklagen Lkw-Kartell

Die Deutsche Bahn klagt gegen das Lkw-Kartell. Quelle REUTERS

Die Deutsche Bahn hat am Mittwoch Klage beim Landgericht München gegen die Unternehmen DAF, Daimler, Iveco, MAN und Renault eingereicht. Darunter seien Flughafenbetreiber, Handels- und Logistikfirmen.

Wie viel Geld sie fordern, stehe noch nicht fest. Die Klage solle in den kommenden Tagen beim Landgericht München eingereicht werden.

"Mit den illegalen Preisabsprachen wurde uns und den anderen Geschädigten ein enormer Schaden zugefügt", sagte der zuständige Bahn-Rechtsvorstand Ulrich Weber.

Die EU-Kommission hatte 2016 und 2017 festgestellt, dass die am Kartell beteiligten Lkw-Hersteller zwischen 1997 und 2011 verbotene Absprachen zu Brutto-Listenpreisen getroffen haben. Die Kommission verhängte Geldbußen in Rekordhöhe von insgesamt 3,8 Milliarden Euro. Am härtesten traf es Daimler mit einer Strafe von rund 1 Milliarde Euro. Daimler geht davon aus, dass kein Schaden entstanden sei. MAN als Kronzeuge kam straffrei davon.

Auch zahlreiche Spediteure pochen auf Schadenersatz. Kommunen sind auch unter den Klägern. Wie der Staatskonzern weiter mitteilte, macht er seine Schadensersatzansprüche gemeinsam mit der von dem Kartell ebenfalls betroffenen Bundeswehr geltend. Neben der Bundeswehr haben mehr als 40 weitere Unternehmen aus allen Bereichen der deutschen Wirtschaft ihre Ansprüche an die DB abgetreten. Die Bahn-Experten gehen davon aus, dass der Konzern von jedem dritten Kartell betroffen ist.

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