WarnWetter-App des DWD: Vollversion jetzt kostenpflichtig

Das Landgericht Bonn hat mit einem Urteil vom 15. November 2017 - aufgrund eines vom Unternehmen WetterOnline Meteorologische Dienstleistungen GmbH angestrengten Prozesses - dem Deutschen Wetterdienst (DWD) untersagt, seine WarnWetter-App in der jetzigen Form entgeltfrei zu verbreiten.

Nutzer, die schon die aktuelle Version 1.8 installiert haben, können die Vollversion über einen In-App-Kauf freischalten. Grund für die Einschränkungen ist nach Angaben des DWD ein Urteil des Landgerichts Bonn (Az.: 16 O 21/16), das ein privater Wetterdienst erwirkt hat. Das Gericht folgte der Darstellung, dass sich im "WarnWetter" nicht nur - wie im Gesetz gefordert - amtliche Warnungen, sondern auch allgemeine Informationen über das Wetter befinden.

Offenbach. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schränkt die kostenlos verfügbaren Funktionen seiner App WarnWetter ein. Der Dienst hatte moniert, dass der steuerfinanzierte DWD mit seiner App gegen das DWD-Gesetz verstößt.

Im Netz sorgte dieser Schritt für Aufregung. Viele der knapp fünf Millionen Nutzer der Gratis-App beschwerten sich auf Twitter über das Urteil und die Klage der Konkurrenz. Der DWD hat, wie sich jetzt herausstellt, innerhalb des letzten Monats nicht Berufung eingelegt und akzeptiert damit das Urteil. Dem Katastrophenschutz und Hilfsorganisationen steht das gesamte Angebot der WarnWetter-App weiterhin kostenlos, aber nur noch passwortgeschützt zur Verfügung. Dazu gehören zum Beispiel Warnlagen bis auf Gemeindeebene oder einstellbare Alarme bei Wetterereignissen. Nutzer können sich außerdem Orte einstellen, für die sie Warnungen erhalten wollen.

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