Ryanair-Piloten streiken am Freitag

Zu dem vierstündigen Arbeitskampf von 5 Uhr bis 9 Uhr an diesem Freitag (22. Dezember) hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) alle festangestellten Piloten der deutschen Basen aufgerufen. Laut Mitteilung der VC sind alle Flugverbindungen betroffen, die in diesem Zeitraum von deutschen Flughäfen geplant sind. VC-Präsident Ilja Schulz sagte, das Unternehmen habe zwei der fünf Cockpit-Vertreter abgelehnt.

Aus Sicht der VC zeigten die Billigflieger-Manager Ablehnung "deutlich, dass die Grundsätze gewerkschaftlicher Autonomie missachtet werden und ein Einstieg in konstruktive Verhandlungen nicht gewünscht ist". Die Mitglieder der Ryanair-Kommission hätten den Verhandlungsraum nicht mal betreten.

Am Mittwoch reiste die VC-Tarifkommission zu ersten Gesprächen mit Ryanair nach Dublin. Ryanair hatte kurz vor der Ankündigung des Warnstreiks noch mitgeteilt, mit der Gewerkschaft am 5. Januar in Frankfurt sprechen zu wollen. Es wäre der erste Streik in der Geschichte von Ryanair. Die Gewerkschaften hatten daraufhin erste konkrete Streikdrohungen zurückgenommen, um die Gespräche nicht zu belasten. Die Zahl der betroffenen Flüge ist noch nicht bekannt. Es gab aber weiterhin bei den Gewerkschaften das Misstrauen, die Fluggesellschaft wolle mit einer Hinhaltetaktik lediglich das lukrative Weihnachtsgeschäft störungsfrei halten. Ryanair teilte mit, das Unternehmen habe erste Vorschläge zu Arbeitsbedingungen und Gehalt formuliert.

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