Urteil: Kameramann erhält Nachschlag "Das Boot"

Entscheidung im Streit um „Das Boot

Nun will das Oberlandesgericht München eine Entscheidung fällen.

Der Chefkameramann des Kinofilms "Das Boot" bekommt nach einem Urteil des Oberlandesgerichts München einen finanziellen Nachschlag einschließlich Zinsen von knapp 600.000 Euro. Für künftige TV-Ausstrahlungen könne er eine Vergütung verlangen. Im Vergleich dazu wurde der Kameramann Jost Vacano fast bescheiden entlohnt: Für seine Arbeit am Film erhielt er eine Pauschale von knapp 100.000 Euro. Er hielt dies für nicht ausreichend und berief sich auf den Fairnessparagrafen im Urheberrecht.

Die Produktionsfirma Bavaria Film, der Westdeutsche Rundfunk und die E.V.M. GmbH, die den Film auf Video und DVD verbreitet, hätten mit dem Erfolgsstreifen so hohe Einnahmen erzielt, dass ein auffälliges Missverhältnis entstanden sei, lautete der Vorwurf. Er habe somit Anspruch auf eine angemessene Beteiligung an Einnahmen aus dem Welterfolg. Gezeigt wird das Schicksal einer deutschen U-Boot-Besatzung, die 1941 im Atlantik um ihr Überleben kämpft. "Das Boot" erntete Nominierungen für sechs Oscars - unter anderem für die beste Kamera -, einen Golden Globe und einen BAFTA-Award. Zudem stehen ihm künftige Beteiligungen von jeweils 2,25 Prozent von Nettoerlösen der Bavaria Film und der E.V.M zu. Für künftige Fernsehausstrahlungen könne er Wiederholungsvergütungen vom WDR verlangen. Weil der Film aber viel Geld eingespielt hat, fand Vacano das im Nachhinein zu wenig- zu Recht fand das Gericht. Das Landgericht sprach Vacano eine Nachvergütung von mehr als 470 000 Euro zu.

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