Deutsche Reallöhne weiterhin im Plus

Erneut höhere Reallöhne

Die Reallohnsteigerung ergibt sich aus den um 2,5 Prozent gestiegenen Bruttoverdiensten, von denen die Zunahme der Verbraucherpreise (1,8 Prozent) abgezogen wird. Seit dem ersten Quartal 2014 liegen die Reallöhne ununterbrochen über dem jeweiligen Vorjahresniveau.

Die Reallöhne stiegen zwischen Juli und September um 0,7 Prozent über das Niveau des Vorjahresquartals, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Der nominale Verdienstanstieg betrug 2,5 Prozent, die Inflationsrate 1,8 Prozent.

Die deutschen Arbeitnehmer haben im dritten Quartal 2017 nach Abzug der Inflation mehr Geld in der Tasche gehabt. Grundsätzlich stützen steigende Einkommen gemeinsam mit günstigen Arbeitsmarkterwartungen den privaten Konsum und damit die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die Neigung zu Anschaffungen sei weiterhin hoch. Für das Gesamtjahr erwartet das WSI-Tarifarchiv der gewerkschaftsnahen Böckler-Stiftung eine Reallohn-Steigerung von 0,8 Prozent. In Italien, Spanien, Großbritannien, Belgien, Finnland und Zypern müssen die Beschäftigten den Ökonomen zufolge 2017 sogar mit Reallohnverlusten rechnen.

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