Katalonien: Rajoy lehnt Gespräch mit Puigdemont ab

Katalonien: Rajoy lehnt Gespräch mit Puigdemont ab

Der abgesetzte Regionalpräsident Carles Puigdemont hat das Ergebnis der Regionalwahl in Katalonien als "Ohrfeige" für Spaniens Zentralregierung bezeichnet.

Rajoy sagte nun, das Lager der Separatisten habe an Unterstützung verloren, allerdings nicht so viel, wie man sich gewünscht hätte.

Anhänger der Unabhängigkeitsbewegung in Katalonien feiern nach der Wahl. Die 37 Sitze für Ciutadans, aber nur noch drei Sitze für Rajoys PP, den einzigen Bündnispartner der Ciutadans, sprechen eine deutliche Sprache: Auch die Gegner der Unabhängigkeit lehnen Rajoy, der jegliche Empathie für die katalanische Bevölkerung vermissen lässt, ab.

In Brüssel sagte er unter Berufung auf das gute Abschneiden der Separatisten: "Ich glaube, das Mindeste, was wir uns verdient haben, ist, dass wir angehört werden".

Als Wahlsieger will er Carles Puigdemont nicht anerkennen. Denn die linksradikale Partei CUP erklärte sich bereit, der Bildung einer Regierung unter Führung des 54-Jährigen zuzustimmen.

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy habe mit Artikel 155 die Gesellschaft gespalten und noch mehr Probleme geschaffen.

Puigdemont zeigte sich gleichzeitig offen für Gespräche mit Madrid.

Im Streit über Kataloniens Unabhängigkeit deutet sich nach der Wahl des Regionalparlaments in Barcelona keine Entspannung an. Die Zeit der Anerkennung der Separatisten sei gekommen.

Die katalanische Regierung hatte am 1. Oktober trotz eines Verbots durch das Oberste Gericht Spaniens ein Referendum über eine Abspaltung von Spanien abgehalten. Er hatte sich Ende Oktober nach seiner Amtsenthebung nach Belgien abgesetzt, um einer Festnahme zu entgehen.

Wie ehemalige Mitstreiter riskiert Puigdemont bei einer Rückkehr nach Spanien eine lange Haftstrafe.

Für Rajoy haben sich mit der Wahlschlappe die Hoffnungen zerschlagen, die Katalonien-Krise zu beenden. In spanischen Medien wurde am Freitag spekuliert, ob der Ausgang der katalanischen Regionalwahl auch vorgezogene Neuwahlen in ganz Spanien auslösen könnten.

Related:

Comments

Latest news

Shisha-Bar in Neuhausen: 19-Jährige in Keller vergewaltigt!
München - In der Nacht zum Donnerstag lernte eine 19-Jährige einen Iraker (22) vor einer Shisha-Bar in der Leonrodstraße kennen. Polizeilich ist er laut Polizei bislang nicht in Erscheinung getreten, er war nur einmal beim Schwarzfahren erwischt worden.

Ajax will Ex-Bayern-Trainer ten Hag holen
Nun sei es aber zu "Differenzen mit ihm im Hinblick auf die technische Ausrichtung" gekommen, hieß es in der Erklärung des Klubs. Der niederländische Fußball-Rekordmeister Ajax Amsterdam hat Cheftrainer Marcel Keizer von seinen Aufgaben entbunden.

Jugendlicher vermisst - Polizei sucht Zeugen aus dem Radhaus
Die Klever Polizei ruft noch unbekannte Zeugen aus dem Radhaus auf, sich dringend zu melden. Die Polizei sucht weiter nach dem 16-Jährigen und wendet sich erneut an die Öffentlichkeit.

Wegen Katalonien-Kampagne Guardiola in Spanien offenbar der Rebellion angeklagt
Der 46-Jährige war auf einer Demonstration in Barcelona aufgetreten und verlas ein Manifest für die Abspaltung Kataloniens. Konkret hatte Guardiola "Europa und die Welt um Unterstützung gegen die Übergriffe eines autoritären Staates" gebeten.

Fußball-Wetten in Europa
Es gibt zunehmend Gelegenheit für die europäischen Fußball-Fans auf ihre Lieblings-Teams oder Spiele zu setzen. Zwei der größten E-Wallets kommen in Form von Skrill (offiziell als MoneyBookers bekannt) und Neteller.

Other news