Juwelier am Berliner Kudamm überfallen - Wachmann verletzt

Juwelier am Berliner Kudamm überfallen - Wachmann verletzt

Gegen diesen Tatverdächtigen ist Haftbefehl erlassen worden, nach ihm wird intensiv gefahndet. Die Aufnahmen zeigen einen kahlköpfigen Mann mittleren Alters in einem gut geschnittenen dunklen Wintermantel sowie einen jüngeren Mann mit dunkler Mütze, dunkler Maske um den Mund und dunklem Anorak. Er trägt entweder eine Motorradmaske oder eine Skimaske, sodass von seinem Gesicht nur sehr wenig zu erkennen ist.

Die Männer haben den Juwelier am Donnerstagnachmittag gegen 16.20 Uhr überfallen. Ein Sicherheitsmitarbeiter, der vor der Tür stand, signalisierte, dass der Kunde in das Geschäft gehen kann. Als der Wachmann ihm die Tür öffnete, sei ein zweiter Mann hinzugekommen, habe ihn mit einem Hammer niedergeschlagen - und dann Glasvitrinen zerstört und geleert. Beide Räuber betraten anschließend die Verkaufsräume. Anschließend zertrümmerte er mehrere Glasvitrinen im Geschäft und stahl teure Uhren, während sein Komplize mit einer Schusswaffe drohte. Ein dritter Unbekannter soll sich auf dem Bürgersteig des Kurfürstendamms an der Ecke Wielandstraße aufgehalten haben. Kurze Zeit später schlug ein zweiter, maskierter Mann den Wachschützer vor dem Laden nieder.

Nach dem Überfall befragte Zeugen gaben zu Protokoll, dass die Täter zu Fuß Richtung Wielandstraße und Walter-Benjamin-Platz flüchteten. Vom Juwelier sei eine umfangreiche Schadenliste angefordert worden, um einen Verkauf der gestohlenen Uhren zu erschweren, sagte ein Sprecher. Sie werde aus ermittlungstaktischen Gründen jedoch ohnehin geheim bleiben.

Der 43-jährige Wachmann liegt mit einer schwer verletzten Schulter im Krankenhaus. Es wird vermutet, dass erneut eine Bande hinter dem Überfall stecken könnte. Die Ermittlungen haben Mitarbeiter des Landeskriminalamtes (LKA) übernommen, die auf Organisierte Kriminalität spezialisiert sind. In den vergangenen Jahren hatten unter anderem kriminelle arabische Clans mehrfach in Luxusgeschäften rund um den Kudamm zugeschlagen.

Der jüngste Schmuckraub mitten im Weihnachtsgeschäft erinnert an den Überfall auf das KaDeWe fast auf den Tag genau drei Jahre zuvor: Am 20.Dezember 2014, einem Sonnabend, hatten fünf Maskierte dort in der Schmuckabteilung Tränengas versprüht, mit Hämmern und Äxten Vitrinen zerstört und Uhren, Halsketten sowie Ohrringe in Taschen eingepackt.

Binnen 79 Sekunden erbeuteten sie damals Uhren und Schmuck im Wert von mehr als 800 000 Euro. Die Beute ist bis heute verschwunden.

Fast alle Täter, die zu einer arabischen Familie gehörten, wurden gefasst und mehrere verurteilt. Unter ihnen sind zwei Brüder, deren Vater vor einigen Tagen zu sechs Jahren und elf Monaten Haft verurteilt wurde - wegen Beihilfe zum schweren Raub.

Nach dem Überfall auf einen Luxusjuwelier am Berliner Boulevard Kurfürstendamm hat das Landeskriminalamt Fotos von zwei Täter veröffentlicht.

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