Mutko legt Führung im russischen Fußballverband nieder

Legt die Führung des russischen Fußballverbandes vorerst nieder Der stellvertretender Ministerpräsident Witali

Als eine Konsequenz aus dem russischen Doping-Skandal legt Vizeregierungschef Witali Mutko für sechs Monate die Führung des nationalen Fußballverbandes RFS nieder.

Auf seinen Posten als WM-Oberaufseher und stellvertretender Ministerpräsident will Mutko bleiben, "so lange der Präsident mir vertraut". Über den Verbleib an der Spitze des Organisationskomitees habe allerdings nicht er zu bestimmen: "Das entscheiden das Staatsoberhaupt, der Regierungschef und der Aufsichtsrat".

Bereits in der Vorwoche hatten mehrere russische Medien von einer schon getroffenen Entscheidung über Mutkos Rückzug aus der vordersten Linie des russischen Fußballs berichtet. Für die Übergangszeit solle der russische Fußballverband RSF von Generalsekretär Alexander Alajew geführt werden, meldeten russische Agenturen nach einer Sitzung der Verbandsführung. Mutko betonte indes den provisorischen Charakter seiner Auszeit: "Ich trete nicht zurück, mein Mandat ist weiterhin in Kraft".

Wegen seiner aktenkundigen maßgeblichen Verwicklung in russisches Staatsdoping bei den Winterspielen 2014 war Mutko vom IOC für immer von allen Olympischen Spielen ausgeschlossen worden.

Ottmar Hitzfeld sieht die Rolle des vom IOC lebenslang gesperrten Witali Mutko als Chef-Organisator der Fußball-WM in Russland äußerst kritisch. Die Dopingstrafen gegen russische Sportler wegen Sotschi seien nicht begründet. Die russische Politik weist den Vorwurf systematischen Dopings zurück und spricht von Einzelfällen. Er kündigte an, am Dienstag vor dem Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne Beschwerde gegen seine Olympiasperre einzulegen.

Mutko ist ein langjähriger sportpolitischer Weggefährte von Russlands Präsident Wladimir Putin. Wie der Kremlchef begann er seine Karriere in St. Petersburg. Den Fussballverband führte er bereits von 2005 bis 2009 und liess sich 2015 erneut an die Spitze wählen.

"Ich glaube, in Deutschland oder unseren Nachbarländern wäre so etwas nicht möglich". International wird Mutko deswegen besonders als WM-Chef für nicht mehr haltbar eingeschätzt. "Das ist schade für den Sport und generell für den Fußball".

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