Laschet fordert Union zu Entgegenkommen beim Familiennachzug auf

In der Debatte über den Familiennachzug von Flüchtlingen hat der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet Kompromissbereitschaft gefordert.

Als wegweisend für eine Verständigung bezeichnete der NRW-Ministerpräsident das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts, das die Bundesregierung verpflichtet, einem 16-jährigen minderjährigen Flüchtling den Familiennachzug zu ermöglichen.

Er sagte dem ARD-Hauptstadt-Studio, das Gericht habe angeregt, einen "behutsamen Ausgleich" zu finden zwischen der Begrenzung von Zuwanderung und den Möglichkeiten der Integration auf der einen Seite und den humanitären Fällen auf der anderen Seite. Dies halte er für eine gute Formel, die eine Lösung bringen könnte.

Das Auswärtige Amt wurde demnach aufgefordert, einem inzwischen 16-jährigen syrischen Flüchtling mit einer schweren Traumatisierung den Nachzug seiner Eltern und Geschwister zu ermöglichen, obwohl ihm nur der subsidiäre, also eingeschränkte Schutz zuerkannt worden war.

Diese Nachricht wurde am 27.12.2017 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Laschet verwies dabei auf den erheblichen Zeitdruck für eine Einigung. Die CSU will ihre Haltung für die anstehenden Sondierungsgespräche mit der SPD in der kommenden Woche bei einer Klausur in Kloster Seeon abstimmen.

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