Staatsanwalt erschossen Mysteriöses Mord-Komplott in Argentinien

Gedenken

Der Fall hatte weit über Argentinien hinaus für Aufsehen gesorgt, weil er die politische Elite des Landes belastete. Er ist sicher: Der Staatsanwalt, der gegen die damalige Präsidentin Kirchner ermittelte, wurde ermordet.

Knapp drei Jahre nach dem Tod des argentinischen Staatsanwalts Alberto Nisman gehen die Ermittler sicher von Mord aus. Nisman, der im Januar 2015 durch einen Kopfschuss getötet wurde, sei nicht durch eigene Hand gestorben.

Richter Ercolini warf einem früheren engen Mitarbeiter Nismans Beihilfe zum Mord vor. Diego Lagomarsino hatte nie bestritten, Nisman die Pistole geliehen zu haben, mit der dieser getötet wurde.

Lagomarsino hatte ausgesagt, Nisman eine Waffe gegeben zu haben, weil der Untersuchungsrichter um sein Leben fürchtete - die Waffe, mit der Nisman Selbstmord begangen haben soll. Allein: Bei der Richterin handelt es sich um die Exfrau Nismans. Sie müssen sich wegen Pflichtverletzung und eines schweren Falles von Strafvereitelung verantworten.

Nisman hatte 2015 die damalige Präsidentin Cristina Fernández Kirchner beschuldigt, einen schmutzigen Deal mit Teheran ausgehandelt zu haben. Nisman starb einen Tag, bevor er seine Vorwürfe vor dem Kongress erläutern sollte.

Der Sonderermittler legte dar, wie die Regierung unter Kirchner die wahren Tatverdächtigen geschützt haben soll, um die Handelsbeziehungen mit dem ölreichen Iran zu verbessern. Das schriftliche Dossier, das mit Nismans Leiche gefunden wurde, könnte nachträglich manipuliert worden sein.

Bereits im vergangenen Jahr empfahl ein in dem Fall ermittelnder Staatsanwalt, den Fall als Morduntersuchung zu behandeln.

Nun hat der Richter Julián Ercolini in einem Urteil zum ersten Mal festgestellt, dass Nisman ermordet worden sei. Dafür gebe es ausreichend Beweise.

Cristina Fernandez de Kirchner, die Witwe des früheren Präsidenten Nestor Kirchner, sitzt inzwischen als Abgeordnete im Senat. Ihr wird vorgeworfen, sich hinter den Kulissen dafür eingesetzt zu haben, dass der Iran mit dem Attentat auf das jüdische Gemeindehaus, bei dem 85 Menschen starben, nicht in Verbindung gebracht wird.

Damit soll sie versucht haben, die Verbindungen zu Iran zu normalisieren und im Jahr 2013 ein Handelsabkommen mit dem Land zu erzielen.

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