Bund pocht nach Niki-Verkauf weiter auf Wettbewerb

In welche Zukunft fliegen die europäischen Airlines? Bild TN

Kritik aus Bayern kam an den EU-Wettbewerbshütern, wegen deren Bedenken die Lufthansa ihr Angebot für Niki zurückgezogen hatte. Zudem erklärte sich die spanisch-britische Holding IAG bereit, der Fluglinie für die Zeit bis zur Übernahme mit Finanzmitteln von bis zu 16,5 Millionen Euro unter die Arme zu greifen. "Nun wird die Fluggesellschaft für die lächerliche Summe von 20 Millionen Euro an die britische Holding IAG verscherbelt", sagte der CSU-Finanzpolitiker Hans Michelbach am Sonntag. Der Abschluss des Kaufes ("Closing") ist für Ende Februar geplant. Genau dieses Drehbuch läuft jetzt für die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki ab.

Die Tochtergesellschaft der seit Monaten insolventen Air Berlin hatte Mitte Dezember Insolvenz angemeldet und den Flugbetrieb eingestellt.

Den Schaden hätten die Gläubiger und die deutschen Steuerzahler, sagte er mit Blick auf einen Hilfskredit des Bundes. Zur Tilgung sollte auch der Erlös aus dem geplatzten Niki-Verkauf an Lufthansa genutzt werden. Nach Darstellung von IAG-Chef Willie Walsh passt Niki perfekt in die Strategie von Vueling. Mit Niki erhalten die Spanier nun auch zahlreiche Start- und Landerechte in Palma de Mallorca sowie in Düsseldorf und Berlin-Tegel. Euro zu stützen. 740 der 1000 Mitarbeiter sollen übernommen werden.

Die Flugzeuge selbst sind in dem Kaufpreis nicht enthalten. Dem Verkauf an IAG muss die EU-Kommission noch zustimmen. Details zu den Strecken sollen laut IAG demnächst bekannt gegeben werden. Ob Vueling Kulanzangebote mache, sei Sache der Airline und derzeit noch offen.

"Die Übernahme durch Vueling ist für beide Seiten eine sehr gute Lösung", sagte Flöther. Dies sei neben dem besten Kaufpreisangebot auch der Grund gewesen, warum sich der vorläufige Gläubigerausschuss für Vueling ausgesprochen habe. Abgewickelt werden soll der Kauf über eine neue, österreichische Tochter von Vueling.

IAG ist der nach der Passagierzahl drittgrößte europäische Luftfahrtkonzern.

Die British-Airways-Mutter IAG will wesentliche Teile von Niki für 20 Millionen Euro übernehmen.

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