Juan Carlos: Für den König fällt die Party aus

Juan Carlos I. und seine Frau Sophia

Der spanische Ex-König Juan Carlos wird 80. Harald hatte damals Adlige aus ganz Europa zu einer Riesenparty nach Oslo geladen - in Madrid ist dagegen Bescheidenheit angesagt: Aus Sorge, dass ein luxuriöses Fest beim Volk nicht gut ankommen könnte, feiert die Königsfamilie den 80. von Juan Carlos nur im kleinen Kreis. Nichts wäre bekannt davon, dass König Felipe noch auf den Rat seines Vaters hörte.

Seitdem berichten Spaniens Medien offen darüber, dass Juan Carlos schon immer ein Schürzenjäger und untreuer Ehemann gewesen sein soll. Eine inopportune Elefantenjagd in Botswana 2012, bei der sich der König von seiner "innigen Freundin", der Deutschen Corinna zu Sayn-Wittgenstein, begleiten ließ, ärgerte viele Spanier so nachhaltig, dass Juan Carlos im Juni 2014 abdankte. Juan Carlos musste damals öffentlich Abbitte leisten: "Es tut mir sehr leid". Es war eine Luxusaffäre, die auf dem Höhepunkt der spanischen Wirtschaftskrise explodierte. Gerüchte über uneheliche Kinder tauchten auf, bestätigt wurden diese aber nie. Tatsache ist jedenfalls, dass Juan Carlos und Königin Sofía, die im November ebenfalls 80 wird, heute getrennte Wege gehen. Die Ehe gilt als zerrüttet, auch wenn es nicht zur formellen Scheidung kam. Nur zu protokollarischen Anlässen treffen die beiden, die 1962 heirateten, noch zusammen. Anfang 2017 wurde sie freigesprochen, doch die Glaubwürdigkeit hatte erneut gelitten.

Dabei war Juan Carlos einmal ein großer König. Unbestritten sind aber seine Verdienste um die Demokratie. Als Juan Carlos geboren wurde, wütete in Spanien seit anderthalb Jahren ein Bürgerkrieg, angezettelt von rechten Militärs unter General Francisco Franco, die schließlich mit Hitlers und Mussolinis Unterstützung die spanische Republik in die Knie zwangen. Als Juan Carlos 1975, nach Francos Tod, das höchste Staatsamt übernahm, nutzte er die Chance und führte Spanien in die Demokratie. Für seine Nachfolge war es Franco eingefallen, Juan Carlos zu benennen. Die von Juan Carlos eingesetzte Übergangsregierung organisierte 1977 freie Wahlen, wenig später wurde eine Verfassung verabschiedet.

Nur einmal stand die Demokratisierung Spaniens auf der Kippe: Am 23. Februar 1981 stürmte ein Trupp der paramilitärischen Guardia Civil, der früheren Franco-Polizei, mit gezogenen Pistolen das Parlament. Der König zog daraufhin seine Generalsuniform an und forderte die Putschisten in einer Fernseh-Ansprache auf: "Im Interesse Spaniens befehle ich Ihnen, die Einheiten zurückzuziehen". Das Militär gehorchte - und der Aufstand brach zusammen.

Zum Privatmann geworden: Juan Carlos. Der spanische Monarch war zu Gast bei den Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag von Diane Herzogin von Württemberg, der auf Schloss Altshausen gefeiert wurde. Juan Carlos ist Fleurs Taufpate. Er kam am 5. Januar 1938 im Rom zur Welt, wohin sich seine Familie ins Exil zurückgezogen hatte, nachdem sein Großvater, König Alfonso XIII., sechs Jahre zuvor in Madrid aus dem Amt gejagt worden war. Von seiner Frau, Königin Sofía, lebt er angeblich getrennt, eine offizielle Bestätigung dafür gibt es aber nicht. Dann ging Sofia vier Jahre lang in Salem zur Schule.

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