Trump geht gegen Bannon vor und will Buch verbieten lassen

Tatsächlich sind meine beiden größten Stärken in meinem ganzen Leben geistige Stabilität gewesen und wirklich klug zu sein“ twitterte Donald Trump

Das neue Buch von Wolff trägt den Originaltitel "Fire and Fury: Inside the Trump White House".

Trumps Anwälte hatten zuvor vergeblich versucht, das Erscheinen des Buches zu verhindern.

Das Buch beschreibt auch den Machtkampf, der zwischen Ivanka Trump und dem geschassten Berater Steve Bannon getobt haben soll und den die einflussreiche Präsidententochter mit eigenem Büro im Weissen Haus für sich entschied. Weiter zieht Bannon über den vermeintlich folgenreichen Fehltritt von Donald Trump Jr.: "Sie werden Don Jr.im Fernsehen knacken wie ein rohes Ei", wird der Breitbart-Chef zitiert, der im August als Chefstratege aus der Trump-Regierung ausgeschieden war. Das große Medienecho nach der Veröffentlichung des ersten Auszugs im Guardian scheint sich bereits ausgezahlt zu haben: Laut CNN schnellte das Buch an die Spitze der Amazon-Bestsellerliste - 24 Stunden vorher belegte es nur Platz 48.449. Das Buch sei "voller Lügen", verdrehe die Tatsachen und berufe sich auf "Quellen, die nicht existieren", schrieb der US-Präsident.

Ein Buch hat dem Weißen Haus schon vor der Veröffentlichung einen handfesten Streit beschert.

Behauptungen, Trump habe den Wahlsieg 2016 gar nicht gewollt, seien vollkommen lächerlich, sagte die Sprecherin. Das Buch zeichnet ein denkbar unvorteilhaftes Bild des Präsidenten. Die Begegnung im New Yorker Trump Tower, an der auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der damalige Wahlkampfleiter Paul Manafort teilnahmen, war aus Sicht Bannons zudem "unpatriotisch". Als er gefeuert wurde, habe er nicht nur seinen Job, sondern auch seinen Verstand verloren, so Trump weiter.

Dass Bannon daraufhin zum unberechenbaren Faktor werden und einen Rachefeldzug planen könnte, wurde danach umgehend spekuliert.

Tatsächlich sind meine beiden größten Stärken in meinem ganzen Leben geistige Stabilität gewesen und wirklich klug zu sein“ twitterte Donald Trump

In einem Auszug war am Mittwoch auf der Webseite des Magazins "New York" zu lesen, Trump habe geglaubt, seine Präsidentschaftsnominierung würde seiner Marke helfen und "unermessliche Möglichkeiten" ergeben. Bannon galt als Rechts-Außen-Architekt der nationalistisch ausgerichteten Kampagne Trumps. Vor allem dann, wenn sich der Präsident weiter von seinem wirtschaftsnationalistischen Kernversprechen entfernen sollte: der kompromisslosen Rückeroberung Amerikas von den Eliten zum Frommen des kleinen Mannes.

Das Treffen im Juni 2016 ist Teil der Russland-Affäre um Einfluss aus Moskau auf die US-Wahl.

Die gute Stimmung unter den Republikaner kommt nicht von ungefähr: Mit der Steuerreform, die Trump zum Jahreswechsel in Gang setzte, ist das Hauptziel der US- Konservativen erreicht. Sie gehörte zu den wichtigsten Finanzierern von Trumps Wahlkampf.

Noch dazu schießt Bannon gegen die Familie des Präsidenten, den heiligen Kern in der Trump'schen Welt. "Ich rede nicht mit ihm", sagte Trump knapp im Weißen Haus. In seiner Erklärung vom Mittwoch stellt er Bannon als Hochstapler dar, der gezielt Informationen an die Medien durchgestochen habe, um sich wichtig zu machen.

Am bemerkenswertesten ist aber vielleicht der letzte Absatz seiner Stellungnahme. Bereits im vergangenen Herbst hatte das Handelsblatt enthüllt, dass Sonderermittler Robert Mueller im Zuge seiner Untersuchung über eine mögliche Zusammenarbeit von Trumps Wahlkampfteam mit Russland Vorladungen an die Deutsche Bank versendete, um Einblicke in die Finanzen des Präsidenten und seinem Umfeld zu erlangen.

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